Deutsche Tageszeitung - Streik bei General Motors und Stellantis in den USA wird ausgeweitet

Streik bei General Motors und Stellantis in den USA wird ausgeweitet


Streik bei General Motors und Stellantis in den USA wird ausgeweitet
Streik bei General Motors und Stellantis in den USA wird ausgeweitet / Foto: © AFP/Archiv

Der historische Streik in der US-Autoindustrie wird bei zwei der drei großen Autobauer ausgeweitet: Die mächtige Autogewerkschaft UAW rief am Freitag zum Streik in allen 38 Ersatzteilvertriebszentren von General Motors (GM) und Stellantis auf. Dort sind die Verhandlungen über die Forderungen nach Lohnererhöhungen festgefahren. Nicht ausgeweitet wurde der Streik bei Ford, da es dort Bewegung gebe. Zusammen sind die Autobauer die "Big Three" des Landes.

Textgröße ändern:

"Wir sagen bereits seit Wochen, dass wir nicht ewig auf faire Verträge bei den 'Big Three' warten werden", sagte UAW-Präsident Shawn Fain. Alle, die das Anliegen der Beschäftigten teilten, seien eingeladen, sie "an der Streikfront zu unterstützen, Familie, Freunde, sogar der Präsident der USA", fuhr er fort. Die Gewerkschaft verlangt angesichts der Profite der Autobauer deutliche Lohnerhöhungen - eine Forderung, die auch US-Präsident Joe Biden unterstützt.

Der Streik bei den drei großen Autobauern hatte vor einer Woche in jeweils einem Werk der drei Konzerne begonnen. Die neuerlichen Streiks bei den 38 Zentren betreffen nun 20 Bundesstaaten der USA.

Die UAW fordert Gehaltserhöhungen von rund 40 Prozent über vier Jahre. Nach ihren Angaben entspricht dies dem Einkommensanstieg der Top-Manager. Die Arbeitgeber gingen laut Gewerkschaft auf diese Forderung aber bislang nicht ein, auch bei anderen Forderungen wie zusätzlichen Urlaubstagen kämen die Verhandlungen nicht voran.

Zu Ford sagte Fain, dort seien die Verhandlungen noch nicht zu Ende. Jedoch gebe es einen "ernsthaften Willen zu einer Lösung". Das sehe bei Stellantis und GM ganz anders aus.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Bericht: Experten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent

Die Renten in Deutschland könnten einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr um deutlich mehr als vier Prozent steigen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet mit einem Plus von 4,7 Prozent zum 1. Juli 2027, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete.

Alex Bodi und Prof. Dr. Dieter Lazik schließen Vertrag für ALPHA WHEY und BODI Energydrink

Alex Bodi setzt beim Aufbau von ALPHA WHEY und BODI Energydrink auf wissenschaftliche Zusammenarbeit und internationale Partnerschaften. Eine zentrale Rolle übernimmt nach Angaben der Projektverantwortlichen ein deutscher, international agierender Mischkonzern: Die Unternehmensgruppe beteiligt sich finanziell an dem Vorhaben und blickt auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmig verurteilt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Selenskyj: USA erlauben Ukraine Herstellung von Patriot-Abwehrraketen

Die USA haben der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj grünes Licht für die Produktion von eigenen Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. "Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber gesagt, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat: Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Bei russischen Drohnenangriffen auf Kiew wurden unterdessen fünf Menschen getötet.

Textgröße ändern: