Deutsche Tageszeitung - Kurznachrichtendienst X streicht Überschriften bei Nachrichten-Artikeln

Kurznachrichtendienst X streicht Überschriften bei Nachrichten-Artikeln


Kurznachrichtendienst X streicht Überschriften bei Nachrichten-Artikeln
Kurznachrichtendienst X streicht Überschriften bei Nachrichten-Artikeln / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Das Verhältnis einiger Medien zum Besitzer des Kurznachrichtendienstes X, Elon Musk, war bereits angespannt, jetzt könnte es sich weiter verschlechtern: Die ehemals Twitter genannte Plattform zeigt seit kurzem Überschriften und Teaser von Links zu Nachrichten-Artikeln nicht mehr an. Stattdessen ist nur noch der auf X verfasste Text und ein Bild der Nachricht zu sehen. Musk sprach von "ästhetischen" Gründen für die Änderung.

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Der Unternehmer hatte Twitter im vergangenen Oktober für rund 41 Milliarden Euro übernommen, den Dienst in X umbenannt und tausende Mitarbeitende entlassen. Kritik gab es zudem, weil Musk Sperren für Extremisten und Anhänger von Verschwörungstheorien wieder aufhob. Die Werbeeinnahmen brachen ein.

Die neuesten Änderungen wurden scheinbar im Laufe dieser Woche eingeführt. Als die Links im August erstmals zur Debatte standen, erklärte Musk auf X: "Das kommt direkt von mir. Wird die Ästhetik bedeutend verbessern". Wo früher eine große Überschrift mit dem Texteinstieg zu sehen war, steht heute nur ein kleiner Hinweis auf die Website des Urhebers der Nachricht. Einige Nutzerinnen und Nutzer der Plattform kommentierten bereits, dass es nun schwieriger sei, Nachrichten von anderen Informationen zu unterscheiden.

Mit den Medien liegt Musk schon seit längerem im Clinch. "Ich lese fast nie mehr die klassischen Medien", postete Musk beispielsweise am Dienstag und behauptete, dass X die bessere Informationsquelle sei: "Was bringt es 1000 Worte über etwas zu lesen, was vor ein paar Tagen schon auf X gepostet wurde?" Zudem sperrte er zwischenzeitlich Journalistinnen und Journalisten einiger Medienhäuser, hob diese Sperren später aber wieder auf. Einige Nachrichtenunternehmen haben sich ihrerseits gänzlich von X zurückgezogen.

Die Europäische Kommission hatte im September in einem Bericht festgestellt, dass der Anteil von Falschinformationen auf keiner der großen Online-Plattformen so hoch ist wie auf X.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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