Deutsche Tageszeitung - Scholz: Nahost-Krieg wird Unterstützung Deutschlands für Ukraine nicht schmälern

Scholz: Nahost-Krieg wird Unterstützung Deutschlands für Ukraine nicht schmälern


Scholz: Nahost-Krieg wird Unterstützung Deutschlands für Ukraine nicht schmälern
Scholz: Nahost-Krieg wird Unterstützung Deutschlands für Ukraine nicht schmälern / Foto: © AFP

Trotz der dramatischen Ereignisse in Nahost hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) der Ukraine weiter uneingeschränkte finanzielle und militärische Hilfe zugesichert. Die Unterstützung für die Ukraine werde durch die schrecklichen Ereignisse um den Angriff der Hamas auf Israel "in keiner Weise" beeinträchtigt, sagte Scholz am Dienstag beim deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum in Berlin. "Beiden Ländern - Israel und der Ukraine - gilt unsere unverbrüchliche Solidarität."

Textgröße ändern:

Deutschlands zivile und militärische Hilfe belaufe sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine auf 24 Milliarden Euro, sagte Scholz. Zusammen mit den Partnern in EU und G7 lasse die Bundesregierung "keinen Zweifel an unserer Entschlossenheit und unserer Durchhaltefähigkeit" bei der Hilfe für die Ukraine aufkommen. Scholz kündigte für Juni kommenden Jahres in Berlin eine zusammen mit der Regierung in Kiew organisierte Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine an.

Unternehmen aus Deutschland rief Scholz auf, schon jetzt in der Ukraine zu investieren und beim Wiederaufbau zu helfen. "Wer heute in die Ukraine investiert, der investiert in ein künftiges EU-Mitgliedsland", sagte er. Die Bundesregierung federe schon jetzt Risiken für Investitionen in dem Land durch Garantieinstrumente ab.

Zudem forderte Scholz Firmen auf, die hierzulande unter einem Mangel an Arbeitskräften leiden, das "große Potenzial" der rund eine Million nach Deutschland geflüchteten Ukrainer und Ukrainerinnen zu nutzen. Viele von ihnen sprächen inzwischen Deutsch und seien vielfach gut ausgebildet, sagte der Kanzler. Selbst wenn die Menschen nach Kriegsende in die Ukraine zurückgingen, könnten sie dann als "menschliche Brücken" in ein Land mit enormem Wirtschaftspotenzial fungieren.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Zentralbankerin Schnabel wechselt von EZB zum Internationalen Währungsfonds

Die deutsche Zentralbankerin Isabel Schnabel tritt von ihrem Posten im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück und übernimmt stattdessen eine zentrale Rolle beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Schnabel habe EZB-Präsidentin Christine Lagarde mitgeteilt, dass sie "ihr Amt am 3. Januar 2027 niederlegen wird", erklärte die Zentralbank am Donnerstag. Zum 4. Januar wird demnach IWF-Chefin Kristalina Georgieva die Deutsche zur Leiterin der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des Fonds ernennen.

Xi von Trump im Weißen Haus empfangen

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping mit militärischen Ehren am Weißen Haus empfangen. Trump und seine Ehefrau Melania begrüßten Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan am Donnerstag zu den Klängen einer Militärkapelle. Anschließend schritten sie über einen roten Teppich ins Weiße Haus.

Berliner Polizei startet KI-gestützte Videoüberwachung

Besonders kriminalitätsbelastete Orte in Berlin sollen künftig mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) überwacht werden. Zunächst soll das System am Kottbusser Tor in Kreuzberg installiert werden, wie die Polizei am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilte. Nach einer etwa vierwöchigen Konfigurationsphase werde der Testbetrieb des Pilotprojekts gestartet. Später folgten weitere kriminalitätsbelastete Orte in Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte.

Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro

Die Hitzewellen des vergangenen Sommers kommen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen: Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz und des Kreditversicherers Allianz Trade dürfte die Wirtschaftsleistung durch die Hitzewellen um rund 25 Milliarden Euro geschmälert werden. Grund sind demnach vor allem eine hitzebedingt geringere Arbeitsproduktivität, längere Pausen und Fehlzeiten sowie ein nur teilweiser Zugang zu Kühlung.

Textgröße ändern: