Deutsche Tageszeitung - AB InBev und Carlsberg verkaufen weniger Bier und steigern trotzdem den Umsatz

AB InBev und Carlsberg verkaufen weniger Bier und steigern trotzdem den Umsatz


AB InBev und Carlsberg verkaufen weniger Bier und steigern trotzdem den Umsatz
AB InBev und Carlsberg verkaufen weniger Bier und steigern trotzdem den Umsatz / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die beiden Brauereigrößen Anheuser-Busch InBev und Carlsberg haben im vergangenen Quartal zwar weniger, dafür aber teurer Bier verkauft. Der Umsatz stieg bei AB InBev um fünf Prozent auf 14,7 Milliarden Euro, während die Verkäufe um 3,4 Prozent abnahmen, teilte der Konzern mit Hauptsitz in Belgien am Dienstag mit. In den USA ging der Absatz um ein Fünftel zurück, was vor allem an der Kontroverse um eine Werbekooperation des Unternehmens lag.

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Anfang des Jahres war die AB-InBev-Marke Bud Light im US-Kulturkampf zwischen Konservativen und Progressiven zwischen die Fronten geraten. Für eine Bud-Light-Werbung hatte das Unternehmen mit einer Transgender-Influencerin zusammengearbeitet, was ihm Boykottaufrufe von Rechts einbrachte. Der Absatz brach darauf hin ein.

Das wirkte sich für den Weltmarktführer auch auf den Nettogewinn aus. Dieser stieg zwar um drei Prozent auf 1,63 Milliarden Euro an, verglichen mit den ersten beiden Quartalen ist das allerdings eine deutliche Verlangsamung. Die Einnahmen pro Hektoliter nahmen um neun Prozent zu, was vor allem auf höhere Preise und die Strategie zurückzuführen ist, sich auf teurere Premiummarken zu konzentrieren. Zu AB Inbev gehören unter anderem Budweiser, Beck's, Stella Artois und Corona.

Mit rückläufigen Absatzzahlen muss sich auch der dänische Brauereikonzern Carlsberg auseinandersetzen. Allerdings habe das Unternehmen die niedrigeren Verkaufszahlen, die es teils auf das Wetter im Sommer zurückführt, durch höhere Preise ausgleichen können. Seinen Umsatz zwischen Juli und September steigerte Carlsberg leicht um 0,27 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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