Deutsche Tageszeitung - Kartellamt genehmigt Beteiligung von Bosch, Infineon und NXP an Chipfabrik

Kartellamt genehmigt Beteiligung von Bosch, Infineon und NXP an Chipfabrik


Kartellamt genehmigt Beteiligung von Bosch, Infineon und NXP an Chipfabrik
Kartellamt genehmigt Beteiligung von Bosch, Infineon und NXP an Chipfabrik / Foto: © AFP/Archiv

Das Bundeskartellamt hat die Beteiligung der drei Unternehmen Bosch, Infineon und NXP an der geplanten Chipfabrik des taiwanischen Konzerns TSMC in Dresden genehmigt. Die Beteiligungen in Höhe von je zehn Prozent seien "voll im Einklang mit den fusionskontrollrechtlichen Vorgaben", erklärte die Behörde am Dienstag. Die staatlichen Beihilfen für das Werk prüfte das Kartellamt nicht.

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"Die geopolitischen Verwerfungen der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig gesicherter Zugang zu Halbleitern gerade auch für die deutsche Industrie ist", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. "Sowohl die Europäische Union als auch Deutschland engagieren sich daher sehr, wieder mehr Halbleiterfertigung in Europa und Deutschland anzusiedeln."

TSMC ist das mit Abstand größte Unternehmen auf der Welt, das als reiner Auftragsfertiger vorgegebene Chip-Designs auf Scheiben aus Halbleitermaterial, sogenannte Wafer, überträgt. Es gehört in diesem Bereich zu den technologisch führenden Unternehmen, wie das Kartellamt erläuterte. Infineon und das niederländische Unternehmen NXP stellen zwar selbst Halbleiterchips her, greifen dafür aber auch auf Auftragsfertiger wie TSMC zurück.

Das Kartellamt prüfte, ob die Beteiligung der drei Unternehmen anderen Nachfragern den Zugang zu den Halbleiterchips verschließen könnte und ob andere Auftragsfertiger wegen der Beteiligung keine Abnehmer mehr finden könnten. In beiden Punkten bestehen aber keine Bedenken, wie die Behörde erklärte.

TSMC hatte im August angekündigt, die Fabrik in Dresden zu bauen. Der Bund unterstützt die Ansiedlung Medienberichten zufolge mit fünf Milliarden Euro. Der Bau der Fabrik soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 beginnen, bis Ende 2027 soll die Fertigung starten.

(W.Novokshonov--DTZ)

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