Deutsche Tageszeitung - Künftig keine Extrakosten bei Sofort-Überweisungen in Euro

Künftig keine Extrakosten bei Sofort-Überweisungen in Euro


Künftig keine Extrakosten bei Sofort-Überweisungen in Euro
Künftig keine Extrakosten bei Sofort-Überweisungen in Euro / Foto: © AFP

Sofort-Überweisungen sollen im Euroraum künftig nicht mehr extra kosten. Darauf einigten sich die EU-Staaten und das Europaparlament grundsätzlich in Brüssel, wie der Rat als Vertretung der Mitgliedsländer am Dienstagabend mitteilte. Bisher verlangen viele Banken von ihren Kunden Gebühren für solche Überweisungen, die nur zehn Sekunden dauern. Dafür können je nach Institut teils mehrere Euro fällig werden.

Textgröße ändern:

Bisher sind Euro-Überweisungen im europäischen Zahlungsraum in der Regel kostenlos. Dies soll künftig auch für Echtzeit-Überweisungen gelten. Zudem sollen die Institute in Zukunft sicherstellen, dass die Internationale Bankkonto-Nummer (IBAN) und der Name des Auftraggebers übereinstimmen, um Fehler oder Betrug zu verhindern.

Nach Angaben der EU-Kommission machten Sofort-Überweisungen zuletzt nur elf Prozent aller in der EU getätigten Überweisungen in Euro aus. Mit herkömmlichen Überweisungen geschickte Summen sind normalerweise nach einem Tag auf dem Konto des Empfängers. Durch Wochenende oder Feiertage können sie aber mehr als 72 Stunden dauern.

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber begrüßte die Einigung auf den Gesetzentwurf. "Es ist im 21. Jahrhundert schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, wenn wir die Zahlungsabwicklung in Tagen und Stunden messen müssen - künftig reden wir über Sekunden." Das Europaparlament und die Mitgliedsländer müssen die Verordnung noch formell beschließen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

"Made in Europe"-Pläne sorgen für Streit zwischen Deutschland und Frankreich

Die EU-Pläne für sogenannte "Made in Europe"-Quoten für die Industrie sorgen weiter für Streit zwischen Deutschland und Frankreich. "Produzieren in Europa, aber mit unseren Handelspartnern", forderte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Donnerstag in Brüssel. Frankreichs Industrieminister Sébastien Martin will dagegen erreichen, dass staatliche Fördergelder in bestimmten Bereichen nur an Unternehmen vergeben werden, die in der EU produzieren.

Preise für Wohnimmobilien weiter gestiegen - aber nur noch leicht

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im zweiten Quartal weiter gestiegen - wenn auch nur noch leicht und regional unterschiedlich. Von April bis Juni lagen die Preise insgesamt um 0,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum ersten Quartal betrug der Anstieg 0,3 Prozent.

Neuzulassungen in der EU bis August gestiegen - Marktanteil von E-Autos bei 22 Prozent

Die Autoneuzulassungen in der EU sind in den ersten acht Monaten des Jahres gestiegen - vor allem der Verkauf von Elektro- und Hybridautos legte auch dank staatlicher Förderung kräftig zu. Zwischen Januar und August wurden rund 1,64 Millionen reine Elektroautos neu zugelassen, ein Anstieg um 44,9 Prozent im Vorjahresvergleich, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Gründe seien Förderprogramme für E-Autos in vielen Ländern und eine größere Modellauswahl.

Studie: Jobpotenzial der Energiewende droht ungenutzt zu bleiben

Die Energiewende birgt laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung erhebliches Potenzial für Beschäftigung - doch aktuelle Gesetzesvorhaben der Bundesregierung drohen die Entwicklung demnach zu bremsen. Bis 2035 sei eine Beschäftigung von 706.000 Menschen in den Erneuerbaren Energien möglich, rund 270.000 mehr als 2025, teilte die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh mit. Der derzeitige Kurs der Politik hemme jedoch Investitionen, wodurch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts lediglich 519.500 Beschäftigte erreicht werden könnten.

Textgröße ändern: