Deutsche Tageszeitung - "Trauriger Rekord": Rückgang der Baugenehmigungen seit einem Jahr zweistellig

"Trauriger Rekord": Rückgang der Baugenehmigungen seit einem Jahr zweistellig


"Trauriger Rekord": Rückgang der Baugenehmigungen seit einem Jahr zweistellig
"Trauriger Rekord": Rückgang der Baugenehmigungen seit einem Jahr zweistellig / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland sind in den ersten neun Monaten des Jahres weniger als 200.000 neue Wohnungen genehmigt worden. Im September waren es 19.300, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das war ein Rückgang um 29,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Genehmigungszahlen gingen damit seit einem Jahr mit zweistelligen Raten zurück: "Ein neuer trauriger Negativrekord", kommentierte die Bauindustrie.

Textgröße ändern:

In den ersten neun Monaten des Jahres sank die Zahl der Baugenehmigungen laut Statistikamt um 28,3 Prozent auf 195.100 Wohnungen. Grund für diese Entwicklung sind die hohen Baukosten und die stark gestiegenen Bauzinsen.

Deutliche Rückgänge gab es in den neun Monaten bei allen Gebäudearten außer den Wohnheimen. Am stärksten war der Rückgang bei Zweifamilienhäusern, wo sich die Zahl der Genehmigungen mehr als halbierte. Die Genehmigungen für Einfamilienhäuser schrumpften im Vorjahresvergleich um mehr als ein Drittel.

Die Zahl von 19.300 Wohnungsbaugenehmigungen im September war die niedrigste seit 2013, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hervorhob. "Weder der Wohnungsgipfel noch die zögerlichen Initiativen der Politik waren bisher in der Lage, die Trendwende einzuleiten und neues Vertrauen in den Markt zu bringen", erklärte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller.

Er forderte erneut eine flächendeckenden Absenkung der Grunderwerbsteuer durch die Bundesländer sowie die seit vielen Jahren überfällige Vereinheitlichung der Landesbauordnungen. Von der Bundesregierung erwarte die Bauindustrie "schnellstmöglich" ein Zinsverbilligungsprogramm: Nur wenn es gelinge, die Refinanzierungskosten der Investoren zu senken, sei auch mit einem Anspringen des Wohnungsbaumotors zu rechnen.

Auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) mahnte Zinsverbilligungen an - die Zinsentwicklung sei "genau der Hebel", an dem die Regierung "unter überschaubarem Mitteleinsatz" ansetzen müsse. Präsident Axel Gedaschko forderte konkret eine Zinsverbilligung auf 1,0 Prozent "für bezahlbaren Wohnungsbau". Dann seien auch Mieten zwischen neun und zwölf Euro pro Quadratmeter wieder möglich.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte: "Wenn es so weitergeht, werden 2024 nicht einmal 250.000 Wohnungen fertig." Das sei "ein Fiasko mit Ansage". Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa verlangte von der Regierung, den Wohnungsbau "ganz oben" auf die Agenda zu setzen.

Die Ampel-Regierung war mit dem Ziel gestartet, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen, 100.000 davon Sozialwohnungen. Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hat inzwischen eingeräumt, dass dieses Ziel nicht zu erreichen ist. 2022 wurden 295.300 neue Wohnungen fertiggestellt.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen Herbstprognose vor

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag in Berlin ihre aktuelle Gemeinschaftsdiagnose vor (10.00 Uhr). Sie dürfte deutlich besser ausfallen als ihre Frühjahrsprognose, die sie wegen des Iran-Kriegs nach unten korrigiert hatten. Sie rechneten damals mit 0,6 Prozent Wachstum in diesem und mit 1,1 Prozent im kommenden Jahr. In den vergangenen Wochen hatten die einzelnen Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen aber bereits deutlich angehoben.

Betrieb am BER wegen Drohnensichtung kurzzeitig eingestellt

Wegen einer Drohnensichtung ist der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER am Mittwochabend vorübergehend eingestellt worden. Gegen 20.00 Uhr sei eine Drohne über dem Flughafengelände gesichtet worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Nachrichtenagentur AFP. Es sei dann die Nordbahn und ab 20.20 Uhr auch die Südbahn für Starts und Landungen gesperrt worden. Gegen 21.05 Uhr sei sei die Sperrung wieder aufgehoben worden.

أليكس بودي والبروفيسور الدكتور شتيفان هاوبت يتفقان على التعاون من أجل مجموعة فنية أسطورية في رومانيا

تبلورت من لقاءات عمل في برلين مبادرة ثقافية ألمانية-رومانية استثنائية: فقد اتفق رجل الأعمال الروماني أليكس بودي والمحامي وجامع الأعمال الفنية البيرليني البروفيسور الدكتور شتيفان هاوبت على نقل مجموعة «هاوبت» التي تحظى باهتمام دولي إلى رومانيا وإتاحتها للجمهور العريض هناك.

アレックス・ボディ氏とシュテファン・ハウプト教授、ルーマニアの伝説的な美術コレクションをめぐり提携に合意

ベルリンでのビジネス上の出会いをきっかけに、画期的なドイツ・ルーマニア共同文化プロジェクトが誕生した。ルーマニアの実業家アレックス・ボディ氏と、ベルリンの弁護士であり美術収集家でもあるシュテファン・ハウプト教授は、国際的に注目を集める「ハウプト・コレクション」をルーマニアに移し、現地の幅広い一般市民に公開することで合意した。

Textgröße ändern: