Deutsche Tageszeitung - Britischer Regierung droht Klage wegen neuen Ölfelds

Britischer Regierung droht Klage wegen neuen Ölfelds


Britischer Regierung droht Klage wegen neuen Ölfelds
Britischer Regierung droht Klage wegen neuen Ölfelds / Foto: © AFP

Umweltaktivisten haben rechtliche Schritte gegen die britische Regierung eingeleitet, nachdem diese die Erschließung des größten unerschlossenen Öl- und Gasfeldes des Landes genehmigt hat. Die Organisationen Uplift und Greenpeace teilten am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit, sie würden die Genehmigung für die Entwicklung des Rosebank-Feldes in der Nordsee nordwestlich der schottischen Shetlandinseln in getrennten Verfahren rechtlich anfechten. Beide hätten beim höchsten Zivilgericht Schottlands eine Prüfung der Entscheidung beantragt.

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Die britische Regulierungsbehörde North Sea Transition Authority hatte Ende September einem norwegisch-israelischen Joint Venture die Erschließungs- und Produktionsgenehmigung für das Rosebank-Feld erteilt. Die Regierung von Premierminister Rishi Sunak hatte dies mit Russlands Angriff auf die Ukraine und den gestiegenen Energiepreisen begründet. Am Montag erklärte die Regierung, sie werde sich "entschlossen" gegen die rechtliche Anfechtung verteidigen.

Beim UN-Klimagipfel in Dubai hatten sich fast 200 Länder, darunter Großbritannien, auf die Abkehr von fossilen Brennstoffen geeinigt, um bis 2050 die Klimaneutralität zu erreichen.

Uplift-Geschäftsführerin Tessa Khan warnte, Großbritannien werde durch die Erschließung von Rosebank die eigenen Pläne, "innerhalb sicherer Klimagrenzen zu bleiben, zunichte machen". Sollte die Regierung anderer Meinung sein, müsse sie dies "vor Gericht beweisen".

(L.Svenson--DTZ)

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