Deutsche Tageszeitung - Chinas Präsident sieht Wirtschaft seines Landes trotz Krisen gestärkt

Chinas Präsident sieht Wirtschaft seines Landes trotz Krisen gestärkt


Chinas Präsident sieht Wirtschaft seines Landes trotz Krisen gestärkt
Chinas Präsident sieht Wirtschaft seines Landes trotz Krisen gestärkt / Foto: © AFP

Chinas Staatschef Xi Jinping sieht die Wirtschaft seines Landes trotz einer Reihe von Krisen weltweit gestärkt. China habe dem Sturm getrotzt und sei dadurch "widerstandsfähiger und dynamischer" geworden, sagte Xi am Sonntag in seiner Neujahrsansprache an die Nation. In seiner vom staatlichen Sender CCTV übertragenen Rede versicherte Xi in Anspielung auf Taiwan auch, dass China "sicherlich wiedervereinigt" werde.

Textgröße ändern:

An der Spitze der zweitgrößten Wirtschaft der Welt hat Xi ein herausforderndes Jahr hinter sich. Seine Regierung kämpfte darum, dass sich die Wirtschaft nach der vorherigen, strikten Null-Covid-Politik mit harten Lockdowns wieder erholt. Eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Krise im Immobiliensektor belasteten das Land. Nach offiziellen Zahlen vom Sonntag ging auch im Dezember den dritten Monat in Folge die Industrieproduktion in China zurück.

Nach Ansicht von Experten wird es für China womöglich schwer, das selbstgesteckte Ziel von fünf Prozent Wachstum jährlich zu erreichen.

Außenpolitisch zeigt sich Xi schon länger mit harter Haltung gegenüber Taiwan. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll, notfalls mit militärischer Gewalt. In dem demokratisch regierten Inselstaat wird in zwei Wochen ein neuer Präsident gewählt. Der Unabhängigkeitsbefürworter Lai Ching-te von der Partei DPP führt in den Umfragen.

Xi sagte am Sonntag laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua, China werde "sicher wiedervereinigt". Alle Chinesen auf beiden Seiten der Straße von Taiwan sollten zum Wohle der chinesischen Nation zusammenarbeiten.

Zugleich lobte Xi am Sonntag erneut die guten Beziehungen zu Russland und dessen Präsident Wladimir Putin. Wie der Sender CCTV meldete, sagte er, die Beziehungen zu Moskau seien "stärker geworden".

"Angesichts beispielloser Veränderungen seit einem Jahrhundert und einer turbulenten regionalen und internationalen Lage, haben die chinesisch-russischen Beziehungen eine gesunde und stabile Entwicklung beibehalten und sich stetig in die richtige Richtung entwickelt", sagte Xi demnach in seinen Neujahrswünschen an Putin. Unter ihrer "gemeinsamen Führung" sei das Vertrauen zwischen beiden Seiten gestärkt, strategische Koordination sei enger geworden und die Kooperation habe "neue Ergebnisse" gebracht.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: