Deutsche Tageszeitung - Lindner rutscht in Beliebtheits-Umfrage auf Tiefstwert ab

Lindner rutscht in Beliebtheits-Umfrage auf Tiefstwert ab


Lindner rutscht in Beliebtheits-Umfrage auf Tiefstwert ab
Lindner rutscht in Beliebtheits-Umfrage auf Tiefstwert ab / Foto: © AFP

Nach Monaten des koalitionsinternen Streits um den Staatshaushalt und Hilfen für die Wirtschaft hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) einer aktuellen Meinungsumfrage zufolge stark an Beliebtheit eingebüßt. In der Beurteilung von Sympathie und Leistung der zehn wichtigsten Politiker auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf rutschte der FDP-Chef im am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" auf seinen persönlichen Tiefpunkt von minus 1,3 ab. In der bisher letzten Erhebung Anfang Februar kam er noch auf minus 0,8.

Textgröße ändern:

Beliebtester Politiker ist weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem unveränderten Wert von plus 1,6. Auf Platz zwei kommt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mit plus 0,7, auf Platz drei sein bayerischer Amtskollege und CSU-Chef Markus Söder mit minus 0,3. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kommt mit unverändert minus 1,1 auf Platz acht. Unbeliebteste Spitzenpolitikerin bleibt der Umfrage zufolge AfD-Co-Chefin Alice Weidel mit minus 2,7.

In der sogenannten Sonntagsfrage hat die Union im Vergleich zur Umfrage Anfang des Monats einen Prozentpunkt eingebüßt. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 30 Prozent CDU oder CSU wählen. Die Union würde so klar stärkste Kraft. Die SPD käme auf im Vergleich zur Umfrage Anfang Februar unveränderte 15 Prozent, die Grünen verbesserten sich um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent und die AfD würde unverändert 19 Prozent erhalten.

Die FDP und die Linke würden mit je vier Prozent nicht mehr in den Bundestag kommen, während das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) den Einzug mit fünf Prozent knapp schaffen würde. Von den politisch realistischen Bündnissen würde es damit für eine Koalition aus Union und SPD sowie aus Union und Grünen reichen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland halten nur noch zehn Prozent der Befragten für gut - so wenige wie seit 14 Jahren nicht mehr. 40 Prozent beurteilen sie als schlecht, für 49 Prozent ist sie teils gut und teils schlecht. 69 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es mit der Wirtschaft zurzeit eher abwärts geht, lediglich zwei Prozent sehen eine positive Entwicklung.

60 Prozent meinen, dass die Bundesregierung die Wirtschaft finanziell mehr unterstützen soll. Wenn es zu einer solchen Unterstützung für die Wirtschaft kommt, sollte das für 62 Prozent durch Einsparungen an anderer Stelle gegenfinanziert werden, 18 Prozent sprechen sich dann für mehr Schulden aus und 13 Prozent für Steuererhöhungen.

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für das "Politbarometer" vom 20. bis zum 22. Februar 1294 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die mögliche Fehlerquote liegt bei zwei bis drei Prozent.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Flensburg-Ranking: Porsche-Fahrer haben mit Abstand die meisten Punkte

Dem Flensburg-Ranking des Vergleichsportals Verivox zufolge sind Porsche-Fahrer mit Abstand die schlimmsten Verkehrssünder. Wer einen Porsche fährt, hat demnach zu 71 Prozent häufiger Punkte in Flensburg als der Durchschnitt, wie Verivox am Dienstag mitteilte. Das Vergleichsportal basiert seine Auswertung auf den Angaben von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die über Verivox eine Kfz-Versicherung abschließen.

Durchbruch in Verhandlungen über EU-Freihandelsabkommen mit den Philippinen

Die EU und die Philippinen haben in ihren Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen einen Durchbruch erzielt. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und die philippinische Handelsministerin Cristina Roque sprachen in einer gemeinsamen Erklärung in der Nacht zum Dienstag von einem "wichtigen Meilenstein für beide Seiten". Das Abkommen soll demnach "in den kommenden Monaten" formal unterzeichnet werden.

Bahn-Industrie erwartet deutliches Marktwachstum in kommenden Jahren

Die Bahn-Industrie erwartet ein deutliches Marktwachstum in den kommenden Jahren. Hersteller von Zügen, Schienen, Straßenbahnen und Ähnlichem können auf ein weltweites Wachstum ihrer Branche um 3,2 Prozent pro Jahr bis 2031 hoffen, wie der europäische Herstellerverband Unife am Dienstag zur Eröffnung der Innotrans-Messe in Berlin mitteilte. Diese Prognose verdeutliche den "besonderen Moment", den die Eisenbahnindustrie derzeit durchlebt, sagte Verbandspräsident und Chef des Zugbauers Alstom, Martin Sion.

KI-Assistent für vernetzte Mobilität: Akkodis und der Hamburger Verkehrsverbund präsentieren hvv mia auf der InnoTrans 2026

Basierend auf dem Synergeticon AI Conversational Service Hub von Akkodis bündelt die gemeinsam mit dem Hamburger Verkehrsverbund entwickelte Lösung hvv mia Reiseinformationen, Routenplanung, Ticketauskünfte und weitere Mobilitätsservices in einer zentralen, dialogbasierten Anwendung.

Textgröße ändern: