Deutsche Tageszeitung - Hauptstreiktag im Nahverkehr bei gemeinsamer Aktion mit Fridays for Future

Hauptstreiktag im Nahverkehr bei gemeinsamer Aktion mit Fridays for Future


Hauptstreiktag im Nahverkehr bei gemeinsamer Aktion mit Fridays for Future
Hauptstreiktag im Nahverkehr bei gemeinsamer Aktion mit Fridays for Future / Foto: © AFP

Zum Höhepunkt ihrer Streiks im öffentlichen Nahverkehr in dieser Woche hat die Dienstleistungswerkschaft Verdi am Freitag einen gemeinsamen Protesttag mit Klimaschützern begonnen. Verdi hat in einer Reihe von Ländern erneut zur Arbeitsniederlegung bei Bussen und Bahnen aufgerufen, darunter in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg. Vielerorts sind außerdem gemeinsame Kundgebungen mit Vertretern der Klimaschutzbewegung geplant.

Textgröße ändern:

"Die Beschäftigten haben ihren Teil zur Mobilitätswende beigetragen", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. "Politiker auf allen Ebenen müssen nun die Herausforderungen der Klimakrise ernst nehmen und Maßnahmen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilität umsetzen."

"Eine sozial-ökologische Verkehrswende ist möglich - und hilft uns allen", erklärte Liv Manthey von der Klimaschutzbewegung Fridays for Future. "Mit dem Klimastreik am 1. März zeigen wir, dass der Kampf um Entlastungen für die BVG-Beschäftigten, für die Fahrgäste und für das Klima nur gemeinsam zu gewinnen ist."

Verdi hatte seit Montag zu einem "Wellen-Streik" aufgerufen, um Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Personennahverkehr zu machen. Betroffen sind demnach 130 kommunale Unternehmen.

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert lobt den gemeinsamen Aktionstag von Verdi und Fridays for Future. Das Bündnis sei "strategisch klug", sagte er dem Nachrichtenportal "Web.de News". "Es zeigt, dass die Gewerkschaften auch den Zusammenhalt der Gesellschaft insgesamt im Blick haben. Gleichzeitig für gute Arbeit, gutes Klima und beste Mobilität einzutreten, das ist ein Beispiel für eine Win-Win-Win-Situation."

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

KI-Assistent für vernetzte Mobilität: Akkodis und der Hamburger Verkehrsverbund präsentieren hvv mia auf der InnoTrans 2026

Basierend auf dem Synergeticon AI Conversational Service Hub von Akkodis bündelt die gemeinsam mit dem Hamburger Verkehrsverbund entwickelte Lösung hvv mia Reiseinformationen, Routenplanung, Ticketauskünfte und weitere Mobilitätsservices in einer zentralen, dialogbasierten Anwendung.

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: