Deutsche Tageszeitung - Baerbock warnt trotz Krisen vor Abkehr von feministischer Außenpolitik

Baerbock warnt trotz Krisen vor Abkehr von feministischer Außenpolitik


Baerbock warnt trotz Krisen vor Abkehr von feministischer Außenpolitik
Baerbock warnt trotz Krisen vor Abkehr von feministischer Außenpolitik / Foto: © AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat trotz der vielen internationalen Krisen vor einer Abkehr von feministischer Außenpolitik und von Bemühungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Unternehmen gewarnt. "Gerade weil wir in schweren Zeiten leben, brauchen wir die ganze Stärke unserer Gesellschaft und die ganze Stärke von Unternehmen", sagte Baerbock bei einer Tagung der Initiative "Klischeefrei" am Freitag im Auswärtigen Amt in Berlin.

Textgröße ändern:

Baerbock sagte, sie habe den Eindruck, dass vor dem Hintergrund der weltpolitischen Lage die feministische Außenpolitik und die Gleichberechtigung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt für viele keine hohe Priorität mehr genössen.

Die Grünen-Politikerin räumte zugleich ein, dass in ihrem Ministerium nicht in allen Bereichen ein zufriedenstellender Anteil von Frauen beschäftigt sei. Während der Frauenanteil in der Führungsebene zuletzt von 30 auf 36 Prozent gestiegen sei, liege er im IT-Bereich weiterhin nur bei 15 Prozent. "Wir haben hier eines unserer größten Defizite", sagte Baerbock.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

KI-Assistent für vernetzte Mobilität: Akkodis und der Hamburger Verkehrsverbund präsentieren hvv mia auf der InnoTrans 2026

Basierend auf dem Synergeticon AI Conversational Service Hub von Akkodis bündelt die gemeinsam mit dem Hamburger Verkehrsverbund entwickelte Lösung hvv mia Reiseinformationen, Routenplanung, Ticketauskünfte und weitere Mobilitätsservices in einer zentralen, dialogbasierten Anwendung.

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: