Deutsche Tageszeitung - Lindt erwartet auch 2024 höhere Preise für Schokolade

Lindt erwartet auch 2024 höhere Preise für Schokolade


Lindt erwartet auch 2024 höhere Preise für Schokolade
Lindt erwartet auch 2024 höhere Preise für Schokolade / Foto: © AFP

Der Schweizer Chocolatier Lindt & Sprüngli erwartet für dieses Jahr einen Anstieg der Schokoladenpreise. Trotz Absicherungsstrategie und höherer Lagerbestände werde der Preisanstieg beim Kakao auch "weitere Preiserhöhungen in den Jahren 2024 und 2025 nach sich ziehen, sofern die Kakaopreise auf dem aktuellen Niveau bleiben", erklärte das Unternehmen am Dienstag bei der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen in Zürich. Für das abgelaufene Jahr meldete Lindt aber ein unerwartet gutes Ergebnis.

Textgröße ändern:

Die Kakaopreise erreichten Ende Februar neue absolute Höchststände an der New Yorker Rohstoffbörse von 6500 Dollar pro Tonne und auch in London zogen die Preise deutlich an. Lindt selbst sprach von einem Anstieg um 62 Prozent im vergangenen Jahr.

Der Konzerngewinn von 671,4 Millionen Schweizer Franken (698,5 Millionen Euro) wurde vor allem durch höhere Preise erreicht, wie das Unternehmen erklärte. Aber auch der sich erholende Tourismus hatte seinen Anteil an der Gewinnsteigerung von 17,9 Prozent im Jahresvergleich. Demnach profitierte Lindt von wieder besser besuchten Cafés an beliebten Reisezielen und Einkäufen in Duty-Free-Shops am Flughafen.

Der Umsatz des Unternehmens stieg den Angaben nach auf 5,2 Milliarden Franken, ein Wachstum von 10,3 Prozent. Wichtigste Produktlinie blieb auch im abgelaufenen Jahr der "weltweite Bestseller Lindor", so Lindt. Weltweit beschäftigt der Schokoladenhersteller 14.500 Mitarbeitende.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: