Deutsche Tageszeitung - GDL fordert neues Angebot der Bahn bis Sonntagabend

GDL fordert neues Angebot der Bahn bis Sonntagabend


GDL fordert neues Angebot der Bahn bis Sonntagabend
GDL fordert neues Angebot der Bahn bis Sonntagabend / Foto: © AFP/Archiv

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat auf die Einladung der Deutschen Bahn zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen am Montag mit der Forderung nach einem neuen Angebot reagiert. Die GDL habe die Deutsche Bahn (DB) aufgefordert, "im Interesse ihrer Mitarbeiter und der Fahrgäste bis Sonntag, den 10. März 18.00 Uhr, ein schriftliches Angebot zu unterbreiten", teilte die Gewerkschaft am Freitag in Frankfurt am Main mit. In diesem Fall sei die GDL zu Verhandlungen am Montag bereit und wolle auch auf weitere Streiks verzichten.

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Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hatte GDL-Chef Claus Weselsky zuvor zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auf Grundlage des Moderatorenvorschlags eingeladen, der in der vergangene Woche gescheiterten Tarifrunde vorgelegt worden war. "Allein die Formulierung 'auf Grundlage des Gesamtvorschlags der Moderatoren vom 26. Februar 2024, die Verhandlungen zu Ende zu führen', ist kein Angebot", erklärte Weselsky.

Der GDL-Chef warf Seiler vor, bei der Einladung handle es sich erneut um einen Versuch, "unter dem DB-üblichen Motto 'Tricksen, Täuschen, Taschen füllen', nach außen, gegenüber dem Eigentümer und natürlich in allererster Linie gegenüber den Medienvertretern, sich selbst als kompromiss- und einigungsbereite Tarifvertragspartei darzustellen". Dabei habe die Bahn seit 19. Januar kein neues Angebot vorgelegt, und das damals vorgelegte Angebot sei "nicht ausreichend".

Die beiden Moderatoren - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) - hatten unter anderem vorgeschlagen, die Wochenarbeitszeit ab 2026 auf 37 Stunden und ab 2028 weiter auf 36 Stunden zu verringern, jeweils bei vollem Lohnausgleich. Dies kommt der Kernforderung der GDL, einer schrittweisen Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, sehr nahe.

In der Mail an Seiler vom Freitag listet die GDL auf, was sie am Moderatorenvorschlag für nicht annehmbar hält. Dazu gehört unter anderem die Laufzeit des Tarifvertrags - die Moderatoren schlugen 30 Monate vor. Auch der Wegfall der zwei Urlaubswahlmodelle sei "nicht akzeptabel" - diese Modelle seien bei den GDL-Mitgliedern beliebt. Den Anspruch auf ein "einziges freies Wochenende im Monat" werde im Moderatorenvorschlag "aufgeweicht".

(W.Budayev--DTZ)

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