Deutsche Tageszeitung - Elon Musk besucht nach Anschlag auf Stromnetz das Tesla-Werk Grünheide

Elon Musk besucht nach Anschlag auf Stromnetz das Tesla-Werk Grünheide


Elon Musk besucht nach Anschlag auf Stromnetz das Tesla-Werk Grünheide
Elon Musk besucht nach Anschlag auf Stromnetz das Tesla-Werk Grünheide / Foto: © AFP

Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks im brandenburgischen Grünheide hat Firmenchef Elon Musk am Mittwoch die Fabrik besucht. Auf einer Bühne auf dem Gelände sprach er den Beschäftigten des Werks seine Unterstützung aus, wie AFP-Reporter berichteten. Das Werk nahm seine Arbeit am Mittwochmorgen wieder auf, nachdem die Produktion gut eine Woche lang wegen des Anschlags still stand.

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Musk betrat die Bühne vor über tausend jubelnden Werksmitarbeitenden gemeinsam mit seinem Sohn X Æ A-XII. Vor gut einer Woche war ein Hochspannungsmast in der Nähe des Werks in Brand gesetzt worden, woraufhin die Stromversorgung bei Tesla ausfiel. Zu dem Anschlag bekannte sich eine linksextremistische Gruppe namens Vulkangruppe. Der Generalbundesanwalt ermittelt unter anderem wegen des Anfangsverdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Der Milliardär sprach am Mittwoch von einem "Angriff von Ökoterroristen". Er betonte, dass seine Firma diejenigen sei, die für die Zukunft des Planeten arbeite.

Nach Äußerungen des Tesla-Werksleiters, André Thierig, führte der Anschlag zu Sorgen in der Belegschaft. Manche Mitarbeiter fragten ihn, "ob es gefährlich ist, außerhalb des Werks Tesla-Kleidung zu tragen", sagte er der "Wirtschaftswoche". Auch Thierig selbst sorge sich um die Sicherheit der Beschäftigten vor Ort.

Laut Werksleitung wandte sich Tesla mit der Bitte um Unterstützung an die Behörden. "Wir sind in intensiven Gesprächen mit den Behörden, was sie für die Sicherheit unserer Mitarbeiter außerhalb des Werks tun können", sagte Thierig der Zeitung. So seien etwa beim Polizeipräsidium Brandenburg "Sorgen und Befürchtungen platziert" worden. Trotzdem wollten sich die Mitarbeiter "nicht verstecken".

Die Betriebsratsvorsitzende von Tesla, Michaela Schmitz, lobte im Sender RBB die Professionalität der Beschäftigten und der Werksleitung. Den Mitarbeitenden sei während der Ausfallzeit das volle Gehalt gezahlt worden. "Auch das lief nach meiner Sicht vorbildlich. In anderen Betrieben hätte man vielleicht schon über Kurzarbeit gesprochen", sagte Schmitz.

In Grünheide gab es zuletzt auch immer wieder Proteste gegen die Erweiterung des Tesla-Geländes. So gingen nach Angaben des RBB am vergangenen Sonntag 800 Menschen mit dem Bündnis "Tesla den Hahn abdrehen" auf die Straße. Das Bündnis selbst sprach von 1000 Demonstrierenden.

Im Februar hatte sich eine Mehrheit der Einwohner der Gemeinde Grünheide in der Bürgerbefragung gegen einen Ausbau ausgesprochen. Das Votum ist für die Gemeinde aber nicht bindend. Zeitgleich mit den Protesten gegen Tesla sprachen sich rund 200 Menschen auf einer Demonstration für das US-Unternehmen aus.

(L.Svenson--DTZ)

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