Deutsche Tageszeitung - Handwerk will 2024 mehr neue Ausbildungsverträge abschließen als 2023

Handwerk will 2024 mehr neue Ausbildungsverträge abschließen als 2023


Handwerk will 2024 mehr neue Ausbildungsverträge abschließen als 2023
Handwerk will 2024 mehr neue Ausbildungsverträge abschließen als 2023 / Foto: © AFP/Archiv

Das Handwerk will im laufenden Jahr mehr neue Ausbildungsverträge abschließen als im vergangenen Jahr. "Bis November 2023 konnten wir im Handwerk 133.700 neue Ausbildungsverträge abschließen, allerdings blieben rund 20.000 Ausbildungsplätze unbesetzt", sagte Handwerkspräsident Jörg Dittrich der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. Ziel sei, "dass in diesem Jahr kein Ausbildungsplatz mehr unbesetzt bleibt". Er forderte zugleich Bürokratieabbau und mehr Anstrengungen zur Fachkräftegewinnung im Inland.

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Bund und Länder müssten "endlich die berufliche und akademische Bildung gleichwertig behandeln und finanziell gleich ausstatten", forderte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). "Während Universitäten und Hochschulen in den vergangenen Jahren finanziell spürbar höher gefördert wurden, müssen wir jedes Jahr aufs Neue um kleine Millionenbeträge für die Sanierung und technologische Ausstattung unserer beruflichen Bildungszentren kämpfen."

Zum Bürokratieabbau in den Betrieben forderte Dittrich eine längere Aussetzung von Dokumentationspflichten. "Mein Vorschlag wäre: Einfach einmal – sagen wir befristet für 24 Monate – komplett auf viele Dokumentations- und Nachweispflichten verzichten. Dann können wir ja schauen, ob es ohne die aus dem Ruder läuft", sagte er.

"Ich kenne keine Wirtschaftsbranche mehr, die sagt, es laufe gut in Deutschland", fügte der Handwerkspräsident hinzu. "Wir müssen für verlässliche und bezahlbare Energie sorgen, Fachkräfte mobilisieren, die Digitalisierung voranbringen und Bürokratie abbauen", forderte er. Zur Fachkräftesicherung müssten vor allem mehr Potenziale im Inland gehoben werden. Dittrich verwies darauf, dass hierzulande jedes Jahr rund 50.000 junge Menschen die Schule ohne einen Abschluss verließen.

(W.Uljanov--DTZ)

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