Deutsche Tageszeitung - Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer

Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer


Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer
Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer / Foto: © AFP/Archiv

Wohnungen und Häuser in Großbritannien weisen einer Studie zufolge das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Industrienationen auf. Die Denkfabrik Resolution Foundation bezeichnete den Wohnungsbestand in einem am Montag veröffentlichten Bericht als teuer, klein, veraltet und energieineffizient. Das könnte nach Ansicht der Forschenden den britischen Wahlkampf in diesem Jahr beeinflussen.

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In Großbritannien gibt es der Studie nach weniger Wohnraum pro Bewohner als in anderen Industrienationen wie Deutschland, Frankreich, Japan oder den USA. Die Wohnungen seien zudem nicht nur in einem schlechteren Zustand und schlechter isoliert, sie lägen auch im Schnitt weiter entfernt von den Arbeitsplätzen der Menschen als im "Großteil" der anderen europäischen Länder.

"Wenn wir die Wohnkosten, die Fläche und weitere Qualitätsaspekte betrachten, stellen wir fest, dass der teure, enge und alte Wohnungsbestand Großbritanniens das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis aller fortgeschrittenen Volkswirtschaften bietet", erklärte Adam Corlett von der Resolution Foundation. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Wohnungskrise die Parlamentswahl in der zweien Jahreshälfte 2024 beeinflussen könnte.

Die britische Wohnungskrise beschäftigt die Politik schon lange. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wurde zuletzt durch die gestiegenen Verbraucherpreise und hohe Zinsen weiter verschärft.

Für die Studie griffen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach eigener Aussage auf Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zurück.

(A.Nikiforov--DTZ)

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