Deutsche Tageszeitung - Krankenkassen begrüßen Start von Blankoverordnung in der Ergotherapie

Krankenkassen begrüßen Start von Blankoverordnung in der Ergotherapie


Krankenkassen begrüßen Start von Blankoverordnung in der Ergotherapie
Krankenkassen begrüßen Start von Blankoverordnung in der Ergotherapie / Foto: © AFP/Archiv

Deutschlands Krankenkassen haben den Start der sogenannten Blankoverordnung in der Ergotherapie begrüßt. "Nun endlich geht es los. Ab sofort können Ergotherapeuten selbst entscheiden, wie die Therapie für ihre Patientinnen und Patienten am besten ist", sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorständin des GKV-Spitzenverbandes, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Ostermontag. Die Blankoverordnung ermögliche den Versicherten eine individuellere und bedarfsgerechtere Therapie. "Damit wird sie, so unsere Erwartung, die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern."

Textgröße ändern:

Die Ergotherapie ist der erste Bereich der Gesundheitsversorgung mit dem neuen Instrument. Zwar müssen weiterhin Ärztinnen und Ärzte oder Psychotherapeuten die Diagnose stellen. In der Folge bestimmen aber die Therapeuten über Art, Dauer und Häufigkeit der Behandlung.

Die Blankoverordnung wird laut "NOZ" zunächst bei wahnhaften und affektiven Störungen, Demenz oder Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenke und Extremitäten zur Anwendung kommen. Der GKV-Spitzenverband rechnet mit bis zu 570.000 Fällen pro Jahr.

Das neue Instrument soll auch in der Physiotherapie angewandt werden; hier sind die Verhandlungen laut Kassenärztlicher Vereinigung aber noch nicht abgeschlossen.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

"Trassenrabatt": Nahverkehrsunternehmen fordern Unterstützung

Analog zum Tankrabatt der Bundesregierung fordern Schienenverkehrsunternehmen einen "Trassenrabatt". Mit den 800 Millionen Euro, die der Tankrabatt pro Monat koste, könne die Finanzlücke beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für zwei Jahre geschlossen werden, rechnete der Bundesverband Schienennahverkehr am Montag vor. "Vom SPNV profitieren dabei aber 2,75 Milliarden Fahrgäste pro Jahr."

IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen

Die IG Metall hat an ihrem Automobil-Aktionstag neben Forderungen an die Unternehmen auch die Politik in die Pflicht genommen. Die Gewerkschaft kritisierte am Montag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer Ebene. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte bei einem Auftritt am Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU.

Textgröße ändern: