Deutsche Tageszeitung - Verändertes Logo: DIHK will Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen

Verändertes Logo: DIHK will Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen


Verändertes Logo: DIHK will Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen
Verändertes Logo: DIHK will Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen / Foto: © ddp/afp.com

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) wird ab der kommenden Woche ihr Logo vorübergehend verändern und will so ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. "Ausgrenzung und Hass gefährden nicht nur unser Zusammenleben in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, sondern auch unseren Wohlstand", erklärte DIHK-Präsident Peter Adrian am Dienstag in Berlin. Die Menschen mit Migrationshintergrund seien "fester Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Belegschaften. Wir wollen und können in den Betrieben auf sie nicht verzichten".

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Das Logo der DIHK wird demnach um 27 Prozent verkleinert und um den Satz "27 Prozent von uns" ergänzt - das ist der Anteil der Menschen mit Migrationsgeschichte an allen Erwerbstätigen in Deutschland.

Mehr als zwölf Millionen Menschen mit Migrationshintergrund trügen mittlerweile zum Wohlstand Deutschlands bei, erklärte Adrian. Nur gemeinsam mit ihnen komme die deutsche Wirtschaft "auf 100 Prozent Leistung".

Adrian rief Unternehmen und Wirtschaftsverbände auf, sich an der Aktion zu beteiligen und die eigenen Logos ebenfalls zu beschneiden. Neben dem klaren Signal gegen Extremismus müssen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft laut DIHK auch die Ursachen für Frust und Verunsicherung angehen. "Wir brauchen konkrete Lösungen, damit sich Regionen, Branchen und Menschen nicht abgehängt fühlen oder es gar wirklich sind", mahnte Adrian.

Die Aktion startet kommenden Montag und soll mindestens sechs Wochen laufen.

(I.Beryonev--DTZ)

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