Deutsche Tageszeitung - Verbraucherschützer warnen vor viel Zucker in vermeintlich gesunden Gerichten

Verbraucherschützer warnen vor viel Zucker in vermeintlich gesunden Gerichten


Verbraucherschützer warnen vor viel Zucker in vermeintlich gesunden Gerichten
Verbraucherschützer warnen vor viel Zucker in vermeintlich gesunden Gerichten / Foto: © AFP

Vermeintlich gesunde Gerichte von Fast-Food-Ketten wie Salate, Veggie-Burger und Bowls enthalten häufig "unerwartet viel Zucker". Das hat eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Bayern bei 17 Anbietern wie McDonald's, Yorma's oder Subway ergeben, wie die Organisation am Dienstag mitteilte. Die Verbraucherschützer fordern nun eine verpflichtende Kennzeichnung der Nährwerte.

Textgröße ändern:

Spitzenreiter beim Zuckergehalt war den Testern zufolge ein Ziegenkäsesalat der Burger-Kette Peter Pane: Er enthalte mit 34 Gramm so viel Zucker wie elf Zuckerwürfel. Der Veggie-Burger bei Burger King enthält demnach 8,2 Gramm Zucker, ein veganes Sandwich von Subway 13,3 Gramm. Auch asiatische Bowls seien häufig überzuckert.

"Viele Verbraucher kaufen diese Produkte mit dem guten Gefühl, sich eine gesunde und vollwertige Mahlzeit zu gönnen", kritisierten die Verbraucherschützer. Doch der "vermeintlich gesunde Snack" liefere dann einen "erheblichen Teil der empfohlenen Tageshöchstmenge an Zucker".

Die Verbraucherzentrale hob positiv hervor, dass 15 der getesteten 17 Anbieter immerhin online Nährwertangaben ihrer Gerichte zur Verfügung stellen. "Oft sind die Angaben auf den Webseiten aber erst nach mehreren Klicks zu finden und die Produkte nur einzeln abrufbar."

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

OVG: Berliner Verkehrsbetriebe müssen Nius-Werbekampagne fortsetzen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen eine Werbekampagne des rechtspopulistischen Onlineportals "Nius" fortsetzen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg nach einer Mitteilung vom Montag. Nius habe "Anspruch auf gleichen und diskriminierungsfreien Zugang zu den Werbeflächen der BVG". (OVG 1 S 63/26)

EU-Strafe von 400 Millionen Euro gegen Google wegen Datenschutzverstößen bei Geodaten

Das US-Unternehmen Google soll in der EU eine weitere Millionenstrafe wegen Datenschutzverstößen zahlen. Die irische Datenschutzbehörde (DPC) verhängte am Montag ein Bußgeld in Höhe von 403 Millionen Euro, weil Google zwischen Mai 2018 und Februar 2020 mit der Nutzung von Standortdaten seiner Nutzer gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung verstoßen habe.

Bundesnetzagentur: Anteil intelligenter Stromzähler bei 5,9 Prozent

Der flächendeckende Einbau von intelligenten Stromzählern kommt langsam in Fahrt. Zum Stichtag 30. Juni waren in Deutschland knapp 3,2 Millionen sogenannte Smartmeter eingebaut - 5,9 Prozent aller Messestellen, wie die Bundesnetzagentur am Montag mitteilte. Das sei ein Anstieg von 1,5 Prozentpunkten seit Ende 2025.

Automobil-Aktionstag: IG Metall kritisiert auch "mangelhafte Industriepolitik"

Die IG Metall hat an dem von ihr ausgerufenen Automobil-Aktionstag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer Ebene kritisiert. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte am Montag im Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU. An die Bundesregierung gerichtet verlangte sie eine Fortführung des Blockmodells für die Altersteilzeit.

Textgröße ändern: