Deutsche Tageszeitung - Grund sind Chips und KI: USA lösen China als wichtigsten Absatzmarkt Taiwans ab

Grund sind Chips und KI: USA lösen China als wichtigsten Absatzmarkt Taiwans ab


Grund sind Chips und KI: USA lösen China als wichtigsten Absatzmarkt Taiwans ab
Grund sind Chips und KI: USA lösen China als wichtigsten Absatzmarkt Taiwans ab / Foto: © AFP

Die USA haben China als wichtigsten Absatzmarkt Taiwans abgelöst. Grund dafür ist die hohe Nachfrage nach Mikrochips und Technologien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz, wie das Finanzministerium in Taipeh am Freitag mitteilte. In Taiwan ist etwa der weltweit größte Chiphersteller TSMC ansässig. Eine "Umorganisation der Lieferketten für Elektronik und die Informations- und Kommunikationstechnologie" sowie die Relevanz der KI-Industrie hätten nun zu der Verschiebung geführt.

Textgröße ändern:

China war 20 Jahre lang der größte Exportmarkt für Produkte aus Taiwan. Für Dezember zeigten die Daten, dass Taiwan Güter im Umfang von 8,49 Milliarden Dollar (rund 7,97 Milliarden Euro) in die USA exportierte, während die Ausfuhren nach Festlandchina einen Umfang von 8,28 Milliarden Dollar hatten, wie das Finanzministerium ausführte.

Dieser Trend habe bis März angehalten: Im vergangenen Monat gingen Exporte im Umfang von 9,11 Milliarden Dollar in die USA und 7,99 Milliarden Dollar nach China. Von den Zahlen ausgenommen ist gleichwohl die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong, die ein eigenes Zollgebiet umfasst. Würde die Wirtschaftsmetropole mit China zusammengenommen, läge das Land weiterhin bei den Exporten vorn.

Die Peking-kritische taiwanische Präsidentin Tsai Ing-wen bemüht sich seit ihrem Amtsantritt 2016 um engere wirtschaftliche Beziehungen mit den USA. Dies gilt auch als Versuch, der zunehmend aggressiv auftretenden Volksrepublik entgegenzusetzen. China betrachtet die seit 1949 abgespaltene selbstverwaltete Insel als abtrünniges Gebiet und will sie wieder mit dem chinesischen Festland vereinigen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Bundesnetzagentur: Anteil intelligenter Stromzähler bei 5,9 Prozent

Der flächendeckende Einbau von intelligenten Stromzählern kommt langsam in Fahrt. Zum Stichtag 30. Juni waren in Deutschland knapp 3,2 Millionen sogenannte Smartmeter eingebaut - 5,9 Prozent aller Messestellen, wie die Bundesnetzagentur am Montag mitteilte. Das sei ein Anstieg von 1,5 Prozentpunkten seit Ende 2025.

Automobil-Aktionstag: IG Metall kritisiert auch "mangelhafte Industriepolitik"

Die IG Metall hat an dem von ihr ausgerufenen Automobil-Aktionstag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer Ebene kritisiert. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte am Montag im Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU. An die Bundesregierung gerichtet verlangte sie eine Fortführung des Blockmodells für die Altersteilzeit.

China wird wichtigstes Lieferland für Importautos - Handel mit USA rückläufig

China ist in den ersten sieben Monaten diesen Jahres für Deutschland zum wichtigsten Lieferland für Importautos geworden. Die Autoimporte aus Fernost legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 120,9 Prozent auf 175.000 Pkw zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Auch die Autoimporte aus Tschechien legten um 22,9 Prozent zu, dennoch fiel das Nachbarland im Ranking nun hinter China zurück.

Etwas mehr Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr - Fernverkehr rückläufig

Im ersten Halbjahr haben etwas mehr Menschen den Linienverkehr mit Bussen und Bahnen genutzt. Das Fahrgastaufkommen im öffentlichen Personennahverkehr stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 5,7 Milliarden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. "Drei Jahre nach Einführung des Deutschland-Tickets gab es somit noch einen geringen Anstieg der Fahrgastzahlen im Nahverkehr", erklärten die Statistiker.

Textgröße ändern: