Deutsche Tageszeitung - US-Wettbewerbshüter klagen gegen geplante Fusion von Modemarken

US-Wettbewerbshüter klagen gegen geplante Fusion von Modemarken


US-Wettbewerbshüter klagen gegen geplante Fusion von Modemarken
US-Wettbewerbshüter klagen gegen geplante Fusion von Modemarken / Foto: © AFP

Die US-Wettbewerbsbehörde FTC klagt gegen die geplante Fusion zweier US-Modeunternehmen: Tapestry mit Marken wie Coach oder Stuart Weitzman und Capri mit Marken wie Michael Kors, Versace oder Jimmy Choo. Die Wettbewerbshüter befürchten höhere Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher, vor allem bei Handtaschen und Schuhen, wie sie am Montag mitteilten. Die Fusion soll einen Luxusgüterkonzern schaffen, der mit der europäischen Konkurrenz mithalten soll.

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Tapestry und Capri hatten die Fusion im August vergangenen Jahres angekündigt. Tapestry wollte 57 Dollar pro Capri-Aktie zahlen, das war damals ein Aufschlag von fast 60 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage, und bewertete das Unternehmen mit 8,5 Milliarden Dollar (heute knapp acht Milliarden Euro). Der Umsatz der beiden Unternehmen zusammen würde mehr als zwölf Milliarden Dollar betragen, präsent sind beide in 75 Ländern.

Die Wettbewerbsbehörde FTC erklärte am Montag, die Fusion würde die direkte Konkurrenz zwischen den Marken der beiden Unternehmen "eliminieren". Tapestry würde damit etwa einen "dominanten" Anteil auf dem Markt für Luxushandtaschen erhalten. Auch für die insgesamt 33.000 Beschäftigten weltweit könnte die Fusion Nachteile bringen, fürchtet die Behörde.

(V.Korablyov--DTZ)

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