Deutsche Tageszeitung - Weiterhin viele Beschäftigte im Homeoffice - Anteil in Deutschland über EU-Schnitt

Weiterhin viele Beschäftigte im Homeoffice - Anteil in Deutschland über EU-Schnitt


Weiterhin viele Beschäftigte im Homeoffice - Anteil in Deutschland über EU-Schnitt
Weiterhin viele Beschäftigte im Homeoffice - Anteil in Deutschland über EU-Schnitt / Foto: © AFP/Archiv

Auch nach dem Auslaufen der in der Pandemie eingeführten Homeoffice-Pflicht arbeiten immer noch viele Menschen von zu Hause aus. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, arbeiteten im vergangenen Jahr 23,5 Prozent der Beschäftigten zumindest gelegentlich im Homeoffice, das waren etwas weniger als 2022 (24 Prozent) und 2021 (24,9 Prozent). Demnach wird die Möglichkeit der Arbeit von zu Hause aus aber in geringerem Umfang genutzt als zu Corona-Zeiten.

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Wie stark sich das Homeoffice mittlerweile etabliert hat, zeigt der Vergleich zum Jahr 2019: Damals hatten lediglich 12,8 Prozent der Erwerbstätigen von zu Hause aus gearbeitet. Im ersten Corona-Jahr 2020 waren es bereits 21 Prozent.

Rückläufig war 2023 die Zahl derer, die jeden Arbeitstag in den eigenen vier Wänden verbringen. Arbeiteten zwei Jahre zuvor noch 40 Prozent derjenigen, die überhaupt Homeoffice nutzen, vollständig in den eigenen vier Wänden, sank der Anteil 2022 bereits auf 31 Prozent und im vergangenen Jahr dann auf 26 Prozent. Ende März 2022 endete die Pflicht der Arbeitgeber, die Beschäftigten ins Homeoffice zu schicken, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.

Der Homeoffice-Anteil unterscheidet sich je nach Branche deutlich. Am höchsten war er im vergangenen Jahr bei den IT-Dienstleistungen. In diesem Bereich arbeiteten knapp drei Viertel (74,7 Prozent) der abhängig Beschäftigten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In der Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in der Unternehmensberatung waren es 72,5 Prozent, bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (68,6 Prozent).

Im Gesundheitswesen konnten mit 6,4 Prozent anteilig die wenigsten Beschäftigten ihre Arbeit auch zu Hause ausüben. Auch eine Tätigkeit im Einzelhandel (8,3 Prozent) oder im Bau- und Ausbaugewerbe (8,4 Prozent) war nur selten im Homeoffice möglich.

Im internationalen Vergleich lag Deutschland 2023 beim Homeoffice über dem EU-Durchschnitt. In den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union arbeiteten durchschnittlich 22,4 Prozent aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich von zu Hause aus.

(A.Nikiforov--DTZ)

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