Deutsche Tageszeitung - Uniper hebt Prognose für das laufende Jahr an

Uniper hebt Prognose für das laufende Jahr an


Uniper hebt Prognose für das laufende Jahr an
Uniper hebt Prognose für das laufende Jahr an / Foto: © AFP/Archiv

Der Energiekonzern Uniper hat nach einem starken ersten Halbjahr 2024 seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Wie das Unternehmen aus Düsseldorf am Mittwoch mitteilte, werde sich das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen zwischen 1,9 und 2,4 Milliarden Euro bewegen. Zuvor war Uniper von einem Ergebnis zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro ausgegangen.

Textgröße ändern:

Den zu erwarteten bereinigten Konzernüberschuss bezifferte Uniper mit 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro. Vorher hatte die Bandbreite zwischen 0,7 Milliarden und 1,1 Milliarden Euro gelegen.

Verglichen mit dem Rekordjahr 2023 wäre das immer noch ein deutlicher Gewinnrückgang. Uniper ist vor allem im Gasgeschäft aktiv und bezog das Erdgas lange aus Russland. Als 2022 nach dem Angriff auf die Ukraine die Lieferungen von dort ausblieben, ging das Unternehmen fast pleite. Der Bund sprang mit 13,5 Milliarden Euro ein und übernahm den Konzern. Bereits Anfang 2023 ging es dann wieder aufwärts. Im vergangenen Jahr fuhr der Konzern Gewinne in Höhe von 4,4 Milliarden Euro ein. Die Rückzahlungen an den Bund sollen 2025 beginnen.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Aufholjagd bei industrieller KI: Europa macht bei Investitionen Boden gut

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) droht Europa bei großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Co. den Anschluss zu verlieren - bei industrieller KI gibt es laut einer Studie jedoch eine Aufholjagd: Die Investitionen in KI-Anwendungen, die in der Realwirtschaft zum Einsatz kommen, stiegen im ersten Halbjahr auf rund 6,8 Milliarden Euro, wie das Beratungsunternehmen McKinsey und das Software-Branchennetzwerk Boardwave am Donnerstag mitteilten. Damit erreichten die Investitionen 44 Prozent des US-Niveaus - vier Mal so viel wie noch 2018.

Neues Allzeithoch: Auftragsbücher der Industrie füllen sich weiter

Angetrieben von einer boomenden Nachfrage nach Militärfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Zügen hat der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ein neues Allzeithoch erreicht. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, legten die Aufträge im Juli um 1,5 Prozent zum Vormonat zu. Gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2025 betrug das Plus sogar 10,9 Prozent.

Justizministerin kündigt härtere Strafen bei Angriffen auf Bahn-Beschäftigte an

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat härtere Strafen für Angriffe auf Beschäftigte von Bahn-Unternehmen angekündigt. "Wenn Fahrgäste ihre Aggressionen an Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern, Lokführerinnen und Lokführern auslassen, dann müssen wir dieser Verrohung etwas entgegensetzen", sagte Hubig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Gewerkschaftschef Martin Burkert und DB-Chefin Evelyn Palla begrüßten die Pläne Hubigs.

Einweihung von Deutschlands größtem Offshore-Windpark

64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: In der Nordsee ist Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark entstanden. Zur Einweihungsfeier hat das Energieunternehmen EnBW am Donnerstag (14.30 Uhr) nach Hamburg geladen. Angemeldet hat sich unter anderen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Textgröße ändern: