Deutsche Tageszeitung - Ifo-Studie regt Reform des Bürgergelds für stärkere Arbeitsanreize an

Ifo-Studie regt Reform des Bürgergelds für stärkere Arbeitsanreize an


Ifo-Studie regt Reform des Bürgergelds für stärkere Arbeitsanreize an
Ifo-Studie regt Reform des Bürgergelds für stärkere Arbeitsanreize an / Foto: © AFP/Archiv

Eine Studie des Münchner ifo-Instituts im Auftrag der Bundesregierung regt Änderungen beim Bürgergeld an, um Arbeit attraktiver zu machen. Das Wohngeld würde dabei in das Bürgergeld integriert und die Freibeträge für Arbeitseinkommen würden erhöht, erklärte Ifo-Forscher Andreas Peichl am Donnerstag. Dies könne "mehr Arbeitsanreize schaffen und das System effizienter machen". Die Studie war vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben worden.

Textgröße ändern:

Peichl und zwei weitere Forscher kommen in ihrer Untersuchung zu dem Schluss, dass die Reform das Arbeitskräfteangebot um "etwa 144.000 Vollzeitäquivalente" erhöhen könnte. Das bedeutet, Bürgergeldbezieherinnen und -bezieher würden im Vergleich zu heute so viel mehr arbeiten, dass dies 144.000 Vollzeitjobs entspräche.

Hintergrund ist die Tatsache, dass es sich für Bezieherinnen und Bezieher von Bürgergeld in bestimmten Fällen nicht lohnt, mehr zu arbeiten oder überhaupt eine Arbeit aufzunehmen. In solchen Fällen bleibt vom zusätzlichen Bruttoeinkommen am Ende kaum etwas übrig - weil Sozialleistungen gekürzt werden oder höhere Steuern anfallen. Die Reformideen aus der Studie könnten diese Problematik verkleinern.

In der Ifo-Studie wurden noch weitere Reformideen durchgerechnet. Dabei berücksichtigten die Forscher auch die Kindergrundsicherung, die zwar vom Kabinett beschlossen wurde, aber bisher nicht vom Bundestag.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Einweihung von Deutschlands größtem Offshore-Windpark

64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: In der Nordsee ist Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark entstanden. Zur Einweihungsfeier hat das Energieunternehmen EnBW am Donnerstag (14.30 Uhr) nach Hamburg geladen. Angemeldet hat sich unter anderen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Glücksspiele im Internet: BGH verhandelt über verlorene Wetteinsätze

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe befasst sich am Donnerstag (10.00 und 12.00 Uhr) erneut mit dem Thema Glücksspiele im Internet. In zwei Verhandlungen geht es um Spieler, die von Anbietern aus Malta verlorene Einsätze zurückfordern. Zahlreiche solcher Fälle liegen bei deutschen Gerichten - der BGH will die wichtigen Fragen nun grundsätzlich klären. (Az. I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

Von der Leyen stellt Gesetzesvorschlag für Social-Media-Verbot vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) in Straßburg einen Gesetzesvorschlag für ein EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren vor. Das Gesetz soll darüber hinaus vorsehen, dass 13- und 14-Jährige nur Profile mit eingeschränkten Funktionen erstellen können. Von der Leyen hatte ihre Pläne am Mittwoch bereits angekündigt, die Details sollen nun im Gesetzesvorschlag folgen.

Weißes Haus kritisiert Leitzinserhöhung der Fed

Das Weiße Haus hat die Leitzinserhöhung der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) kritisiert. Weiße-Haus-Sprecher Kush Desai sprach am Mittwoch im Sender Fox News von einer "eher unglücklichen Entscheidung". Die Fed habe aus Sicht der US-Regierung keine besonders überzeugende wirtschaftliche Begründung dafür geliefert.

Textgröße ändern: