Deutsche Tageszeitung - Ryanair-Chef beklagt zunehmende Probleme mit betrunkenen Fluggästen

Ryanair-Chef beklagt zunehmende Probleme mit betrunkenen Fluggästen


Ryanair-Chef beklagt zunehmende Probleme mit betrunkenen Fluggästen
Ryanair-Chef beklagt zunehmende Probleme mit betrunkenen Fluggästen / Foto: © AFP

Der Chef der Billig-Airline Ryanair, Michael O'Leary, hat eine starke Zunahme der Probleme mit betrunkenen Fluggästen beklagt. "Wie bei den meisten anderen Fluggesellschaften hat auch bei uns das schlechte Benehmen der Passagiere besonders auf den längeren Urlaubsflügen in diesem Sommer deutlich zugenommen", sagte der Ire am Mittwoch. Er forderte die Behörden auf, Beschränkungen bei der Ausgabe von Alkohol an Flughäfen einzuführen.

Textgröße ändern:

Am schlimmsten seien die Strecken von britischen Flughäfen nach Ibiza, führte O'Leary aus. Aber Ryanair habe "dasselbe Problem auf irischen Flügen, auf deutschen Flügen". Es handle sich um ein "pan-europäisches Problem", das auch durch immer längere Wartezeiten verschärft werde, weil die Menschen am Flughafen dann mehr trinken würden.

Außerdem gebe es immer mehr Menschen, die neben Alkohol auch härtere Drogen nähmen "Früher haben die Leute zu viel getrunken und sind dann umgefallen", sagte der Ryanair-Chef. "Aber wenn man die Mischung aus Pulver und Alkohol hat, wird es sehr schwierig, diese Art von aggressivem Verhalten zu kontrollieren."

Auf Flügen nach Ibiza ist Ryanair mittlerweile dazu übergegangen, Flaschen im Handgepäck zu verbieten. "Wir durchsuchen ihre Taschen am Flugsteig", sagte O'Leary. Früher hätten sie Wasserflaschen erlaubt, doch die seien dann häufig mit Wodka gefüllt gewesen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

US-Zentralbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023 - Anstieg um 0,25 Punkte

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht. Die Fed hob den maßgeblichen Zinssatz am Mittwoch nach eigenen Angaben um 0,25 Prozentpunkte an, um die hohe Inflation einzudämmen. Der Zinssatz liegt damit nun in einer Spanne zwischen 3,75 bis 4,0 Prozent.

Wirtschaftsministerin Reiche will Spritpreise per Steuerrabatt senken

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die hohen Spritpreise per Steuerrabatt senken. "Ein sinnvoller Ansatz wäre aus meiner Sicht eine vorübergehende Senkung der Umsatzsteuer für Kraftstoffe von 19 auf sieben Prozent", sagte Reiche am Mittwoch am Rande eines Treffens der G20-Staatengruppe in Houston im US-Bundesstaat Texas. Zudem erneuerte sie ihren Vorschlag für Direktzahlungen an Geringverdiener. Diese würden nach ihren Worten aber erst Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten.

Bundesverwaltungsgericht weist Klage von Binz gegen LNG-Terminal ab

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Klage der Ostseegemeinde Binz gegen das umstrittene Flüssiggas-Terminal vor Rügen als unzulässig abgewiesen. Die Gemeinde konnte nicht nachweisen, dass sie durch das Vorhaben betroffen ist, teilte das Gericht am Mittwoch mit. In Betracht kommende Schutzobjekte - wie beplante Gebiete oder kommunale Einrichtungen des Ostseebads Binz - liegen demnach "weit außerhalb des fehlerfrei ermittelten angemessenen Sicherheitsabstands vom Betriebsbereich des LNG-Terminals". (Az. 7 A 6.25)

Forderungen nach langsamerer KI-Entwicklung werden lauter

Die Forderungen nach einer langsameren Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sind in den USA und in Europa lauter geworden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch an, sie werde die führenden KI-Firmen zu Beratungen darüber einladen, "einen Gang zurückzuschalten". KI-Größen wie OpenAI und Anthropic hatten sich für ein Drosseln der Entwicklung ausgesprochen, US-Präsident Donald Trump und Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnen dies hingegen ab.

Textgröße ändern: