Deutsche Tageszeitung - Trotz Online-Portal: Autofahrer melden Fahrzeuge überwiegend am Schalter an

Trotz Online-Portal: Autofahrer melden Fahrzeuge überwiegend am Schalter an


Trotz Online-Portal: Autofahrer melden Fahrzeuge überwiegend am Schalter an
Trotz Online-Portal: Autofahrer melden Fahrzeuge überwiegend am Schalter an / Foto: © AFP

Trotz neuer Möglichkeiten bei der An- und Abmeldung von Fahrzeugen über das Internet seit vergangenem Jahr gehen die meisten Autofahrer weiterhin den klassischen Weg über die Kfz-Stelle. Wie das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag mitteilte, liefen bundesweit nur etwa fünf Prozent aller Zulassungsvorgänge im vergangenen Jahr online ab, 95 Prozent vor Ort. Der Online-Service wurde demnach seit vergangenem September bundesweit rund 1,21 Millionen Mal genutzt.

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Das Ministerium verbuchte die Nutzungszahlen als Erfolg. "Eine Million digitale Zulassungsvorgänge bedeuten eine Million Mal Zeit, Aufwand und bares Geld gespart - für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Verwaltung und Wirtschaft", erklärte Bundesminister Volker Wissing (FDP).

Allerdings sind derzeit noch nicht alle Zulassungsstellen an das Online-Portal angeschlossen. 87 Prozent der Zulassungsstellen bieten den Service digital an, bei 13 Prozent ist der Gang zum Schalter weiterhin nötig. Wissing forderte die Kommunen auf, "dringend ihrer Pflicht" nachzukommen und "diesen wichtigen Service" anzubieten.

Regional gibt es bei der Akzeptanz des Online-Verfahrens große Unterschiede. In Sachsen-Anhalt und Bremen liegt der Anteil der Online-Nutzung bei nur rund einem Prozent. In Berlin ist der Anteil mit knapp 13 Prozent am höchsten. In einzelnen Landkreisen und Städten steigt er auf über 20 Prozent.

Autofahrerinnen und Autofahrer können mit der Anmeldung über das Internet sogar Geld sparen. Während die Online-Zulassung 16,30 Euro kostet, werden am Schalter für dieselbe Leistung 30,60 Euro fällig. Die Außerbetriebsetzung kostet online 2,70 Euro, am Schalter beträgt die Gebühr 16,80 Euro.

Auch das Warten auf die Fahrzeugdokumente und Plaketten entfällt beim digitalen Service seit 1. September vergangenen Jahres. Als Nachweis reicht in den ersten zehn Tagen der digitale Zulassungsbescheid.

(W.Novokshonov--DTZ)

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