Deutsche Tageszeitung - Indischer Industriemogul Ratan Tata im Alter von 86 Jahren gestorben

Indischer Industriemogul Ratan Tata im Alter von 86 Jahren gestorben


Indischer Industriemogul Ratan Tata im Alter von 86 Jahren gestorben
Indischer Industriemogul Ratan Tata im Alter von 86 Jahren gestorben / Foto: © AFP

Der langjährige Chef der indischen Tata-Unternehmensgruppe, Ratan Tata, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. "Mit einem tiefen Gefühl des Verlustes verabschieden wir uns von Herrn Ratan Naval Tata, einer wahrhaft außergewöhnlichen Führungspersönlichkeit, deren unermessliche Beiträge nicht nur die Tata-Gruppe, sondern auch das Gefüge unserer Nation geprägt haben", erklärte der Vorsitzende des Konzerns, Natarajan Chandrasekaran, am späten Mittwochabend.

Textgröße ändern:

Der indische Regierungschef Narendra Modi sprach von Tata als einer "visionären" Führungskraft, einer "mitfühlenden Seele" und einem "außergewöhnlichen Menschen".

Die philantropische Arbeit Tatas habe "das Leben von Millionen" berührt, erklärte die Tata-Gruppe weiter. "Von der Bildung bis zur Gesundheitsversorgung haben seine Initiativen tiefgreifende Spuren hinterlassen, von denen kommende Generationen profitieren werden."

Tata stammt aus einer alten indischen Dynastie von Industriellen. Er wurde 1937 geboren und stand von 1991 bis 2012 an der Spitze des Familienkonzerns. Tata machte diesen zu einem Weltunternehmen mit unzähligen Tochterunternehmen. Der Tata-Konzern ist in vielen Geschäftsbereichen vertreten, darunter Fahrzeugbau, Teehandel, Telekommunikation und Finanzdienstleistungen.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

OpenAI will KI mit Konkurrenten selbst regulieren

Das US-Technologieunternehmen OpenAI will gemeinsam mit den Konkurrenten Anthropic und Google Regeln für Künstliche Intelligenz (KI) festlegen. Dafür solle eine Selbstregulierungsorganisation geschaffen werden, erklärte OpenAI am Dienstag. Hintergrund sind Warnungen aus der Branche, die Technologie könne unkontrollierbar werden.

US-Finanzminister Bessent will chinesischen Amtskollegen treffen

US-Finanzminister Scott Bessent will am Wochenende seinen chinesischen Kollegen He Lifeng treffen. Dabei gehe es unter anderem um die US-Sanktionen gegen den Iran und dessen Verbündete, sagte Bessent am Dienstag vor US-Abgeordneten in Washington. China ist der wichtigste Handelspartner Teherans und kauft unter anderem Öl aus dem Iran. Details zu Ort und Zeit des Treffens nannte Bessent nicht.

Irak will mehr Öl nach Europa exportieren - Pipeline nach Deutschland denkbar

Der Irak will seine Ölproduktionskapazitäten deutlich ausbauen und einen bedeutenden Teil des Öls nach Europa exportieren. Ziel sei, neun bis zehn Millionen Barrel Öl täglich zu produzieren und die Kapazitäten zu "verdoppeln", sagte der irakische Regierungschef Ali al-Saidi am Dienstag nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. "Fast die Hälfte" davon könne nach Europa und in die USA fließen. Denkbar sei auch eine Pipeline zwischen dem Irak und Deutschland.

Merz: Regierung nimmt wegen hoher Spritpreise Steuern und Abgaben in den Blick

Die Preise an den Zapfsäulen steigen und steigen - Bundeskanzler Friedrich Merz sieht (CDU) eine "Belastungsgrenze" erreicht. "Ich bin der Meinung, dass wir handeln müssen", sagte er am Dienstag in Berlin. Das genaue Instrumentarium stehe noch nicht fest - die Regierung werde aber "Steuern und Abgaben in den Blick nehmen", kündigte Merz an. Die Mineralölbranche erwartet erst im kommenden Jahr eine Normalisierung der Preise.

Textgröße ändern: