Deutsche Tageszeitung - Bundesrat billigt Maßnahmen gegen Betrug mit Schrottimmobilien

Bundesrat billigt Maßnahmen gegen Betrug mit Schrottimmobilien


Bundesrat billigt Maßnahmen gegen Betrug mit Schrottimmobilien
Bundesrat billigt Maßnahmen gegen Betrug mit Schrottimmobilien / Foto: © AFP/Archiv

Der Betrug mit sogenannten Schrottimmobilien soll schwieriger werden. Der Bundesrat billigte am Freitag ein Gesetz zur Bekämpfung missbräuchlicher Ersteigerungen solcher mangelhafter Häuser und Wohnungen. Künftig können Gemeinden bei einer Zwangsversteigerung einen Antrag auf gerichtliche Verwaltung stellen. Dadurch soll der Anreiz zu einer missbräuchlichen Ersteigerung wegfallen.

Textgröße ändern:

Schrottimmobilien werden Wohnungen und Häuser mit erheblichen Mängeln genannt. Diese werden häufig zu einem deutlich erhöhten Preis gekauft; der Käufer zahlt dann aber nicht den vollen Preis, sondern nur die gesetzliche Sicherheitsleistung. Ab diesem Moment ist eine Vermietung möglich, da der Käufer zum Eigentümer wird.

Nach einigen Monaten wird die Immobilie dann zwar meist erneut zwangsversteigert, weil der Kaufpreis nicht bezahlt wurde. Mieteinnahmen sind bis dahin aber oft schon geflossen - der Käufer erzielt Gewinne, während sich der Zustand der Immobilien weiter verschlechtert.

Mit dem neuen Gesetz bekommen die Gemeinde-Verwaltungsämter die Möglichkeit, dem Käufer einer ersteigerten Immobilie vorübergehend das Haus oder die Wohnung zu entziehen. Mieteinnahmen müssen dann an den gerichtlich bestellten Verwalter gezahlt werden. So soll vermieden werden, dass überhöhte Gebote abgegeben werden, "um aus der missbräuchlichen Ausübung der so gewonnenen Eigentümerstellung Nutzungen zu ziehen", wie es in den Erläuterungen zu dem Gesetz heißt.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Rekordhohe Spritpreise: Merz stellt Entlastungen in Aussicht

Die Preise an den Zapfsäulen steigen immer weiter - nun sieht auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine "Belastungsgrenze" erreicht. "Ich bin der Meinung, dass wir handeln müssen", sagte Merz am Dienstag und stellte Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger in Aussicht. Die Mineralölbranche erwartet erst im kommenden Jahr eine Normalisierung der Preise.

Weitere Festnahmen bei Protest gegen Razzien bei türkischen LGBTQ-Aktivisten

In der Türkei sind Dutzende Demonstranten festgenommen worden, die gegen die jüngsten Razzien in Kneipen und Wohnungen von LGBTQ-Aktivisten auf die Straße gegangen waren. Die Protestierenden versammelten sich am Dienstag vor dem Istanbuler Justizpalast und skandierten "Sofortige Freilassung der Festgenommenen!" und "Es lebe der Freiheitskampf!", wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Deutsch-französisches Raumflugzeug soll Astronauten ins All bringen

Ein deutsch-französisches Raumflugzeug soll in der Zukunft Astronauten ins All bringen. Das Raumflugzeug namens Vortex, das gemeinsam vom französischen Unternehmen Dassault und dem deutschen Raumfahrtkonzern OHB entwickelt wird, sei "ausdrücklich für den bemannten Raumflug vorgesehen", sagte der stellvertretende OHB-Vorstandsvorsitzende Markus Moeller am Dienstag bei einem Treffen mit Fachjournalisten in Paris.

Merz stellt Entlastungen von hohen Spritpreisen in Aussicht

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger wegen der hohen Spritpreise in Aussicht gestellt. "Für viele Menschen, die täglich das Auto brauchen, ist eine Belastungsgrenze erreicht", sagte Merz am Dienstag bei einer Veranstaltung des Außenhandelsverbands BGA in Berlin. "Ich bin der Meinung, dass wir handeln müssen."

Textgröße ändern: