Deutsche Tageszeitung - Finanztip: Neue Grundsteuerbescheide in den meisten Großstädten erst Anfang 2025

Finanztip: Neue Grundsteuerbescheide in den meisten Großstädten erst Anfang 2025


Finanztip: Neue Grundsteuerbescheide in den meisten Großstädten erst Anfang 2025
Finanztip: Neue Grundsteuerbescheide in den meisten Großstädten erst Anfang 2025 / Foto: © AFP/Archiv

Die Bescheide über die neue Grundsteuerlast werden laut einer Umfrage des Portals Finanztip in den allermeisten Großstädten erst Anfang des kommenden Jahres verschickt. 22 der 25 größten Städte planen "definitiv" mit einem Versand im kommenden Jahr, wie Finanztip am Donnerstag mitteilte. Augsburg habe keinen genauen Zeitpunkt nennen können, Frankfurt am Main keine Auskunft gegeben. Nur Berlin hat demnach bereits mit dem Versand der Bescheide begonnen.

Textgröße ändern:

Die Hauptstadt will zudem den Versand der Bescheide noch vor Jahresende abschließen, wie Finanztip berichtete. Die meisten anderen Städte gaben jedoch an, sie planten den Versand am Januar - viele erst ab Ende des Monats. Hamburg gab sogar März als geplanten Versandzeitpunkt an. Für die meisten Grundstücksbesitzer in Deutschland werde die erste Zahlung der neuen Grundsteuer aber bereits am 15. Februar fällig.

"Die Reform ist ein absolutes Grundsteuer-Chaos", urteilte Finanztip-Steuerexperte Jörg Leine. "Das zeigte sich schon, als vor zwei Jahren mit sehr kurzer Frist Grundsteuererklärungen für 36 Millionen Grundstücke abgegeben werden mussten." Millionenfache Einsprüche seien die Folge gewesen.

Der späte Versand der Bescheide für die komplett neue Grundsteuer sei "ein Armutszeugnis für die politischen Verantwortlichen", fügte Leine hinzu. Zwar werde es auch Eigentümer geben, die weniger zahlen müssen als vorher, für einzelne könne es aber "richtig teuer" werden. Die Betroffenen hätten aufgrund der späten Zustellung der Bescheide im Zweifel nur wenige Wochen Zeit, das Geld aufzubringen. "Wir reden hier von ungeplanten Kosten, die sich durchaus im vierstelligen Bereich bewegen können."

Die tatsächliche Höhe der Grundsteuer ergibt sich durch eine Multiplikation mit dem Hebesatz. Diesen legen die Kommunen fest - an sie gehen die Einnahmen aus der Grundsteuer.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Änderungen an US-Zöllen gegen Kanada in Kraft getreten

Eine Reihe von Änderungen an den US-Zölle auf kanadische Produkte sind in Kraft getreten. Auf verschiedene Käsesorten, Motorboote, Papier, Aluminium- und Stahlprodukte sowie bestimmte Möbelstücke werden seit Dienstag 50 Prozent Aufschlag erhoben. Auf der anderen Seite greifen Ausnahmen für Toilettenpapier und Papiertaschentücher, Angel- und Fischereizubehör, Whisky in Gefäßen von mehr als vier Litern, Streusalz und Zement.

Bevölkerung in Deutschland: Knapp 13 Prozent Kinder unter 14 Jahren

In Deutschland leben insgesamt 10,8 Millionen Kinder unter 14 Jahren. Das waren Ende vergangenen Jahres 12,9 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag anlässlich des bevorstehenden Weltkindertages mitteilte. Zahl und Anteil der Kinder stiegen damit binnen zehn Jahren leicht an.

Air Baltic beantragt Gläubigerschutz in New York und setzt Flugbetrieb fort

Air Baltic hat ein Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Die lettische Fluggesellschaft will ihre Finanzen neu ordnen und hat sich dafür eine Finanzierung von 350 Millionen Euro gesichert.

Höhere Kraftstoffpreise führen zu Forderungen nach Marktaufsicht und Entlastungen

Benzin und Diesel haben sich in Deutschland weiter verteuert. Während Vertreter von Tankstellen und Politik Eingriffe in den Markt fordern, bewertet der ADAC die Aussicht auf flächendeckende Drei-Euro-Preise zurückhaltend.

Textgröße ändern: