Deutsche Tageszeitung - OECD hebt Wachstumsprognose für Weltwirtschaft und warnt vor Protektionismus

OECD hebt Wachstumsprognose für Weltwirtschaft und warnt vor Protektionismus


OECD hebt Wachstumsprognose für Weltwirtschaft und warnt vor Protektionismus
OECD hebt Wachstumsprognose für Weltwirtschaft und warnt vor Protektionismus / Foto: © AFP/Archiv

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im kommenden Jahr leicht angehoben. In ihrem am Mittwoch veröffentlichten Ausblick warnt die Organisation jedoch wenige Wochen vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer US-Präsident vor Risiken protektionistischer Handelspolitik: Handelsbeschränkungen könnten "die Kosten und Preise in die Höhe treiben, Investitionen abschrecken, die Innovation schwächen und letztlich das Wachstum verringern".

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Die OECD mit Sitz in Paris berät die Industrieländer in wirtschaftspolitischen Fragen und veröffentlicht regelmäßig Prognosen zur Weltwirtschaft. Im kommenden Jahr gehen die Experten von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,3 Prozent aus. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als in der vorherigen Prognose - vor allem wegen einer stärkeren US-Wirtschaft.

Ohne die USA oder Trump explizit zu nennen, führt die OECD jedoch "einen erneuten Protektionismus insbesondere seitens der großen Volkswirtschaften" als großes Risiko für eine Verschlechterung der Weltwirtschaft an. Der künftige US-Präsident hat bereits angekündigt, maßgeblich auf die Erhebung von Einfuhrzöllen zu setzen, um das Außenhandelsdefizit der USA zu verringern und Industrieproduktion im Land zu halten oder anzusiedeln.

Auch weitere Konflikte und geopolitische Spannungen haben die Wirtschaftsexperten als Risiko identifiziert. Etwa könnte der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe treiben. Auch die hohe Verschuldung vieler Staaten birgt demnach Risiken.

Für Deutschland reduzierte die OECD die Prognose für das laufende Jahr noch einmal um 0,1 Prozentpunkte auf nun 0,0 Prozent Wachstum. Im kommenden Jahr erwartet sie 0,7 Prozent statt wie bislang 1,0 Prozent. Auch für Frankreich, das wie Deutschland derzeit eine Phase politischer Unsicherheit durchläuft, reduzierten die Experten die Prognose für 2025 um 0,3 Prozentpunkte auf nun 0,9 Prozent.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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