Deutsche Tageszeitung - Ölkonzerne Shell und Equinor legen Großbritannien-Geschäft zusammen

Ölkonzerne Shell und Equinor legen Großbritannien-Geschäft zusammen


Ölkonzerne Shell und Equinor legen Großbritannien-Geschäft zusammen
Ölkonzerne Shell und Equinor legen Großbritannien-Geschäft zusammen / Foto: © AFP/Archiv

Die Ölkonzerne Shell und Equinor wollen ihre Öl- und Gas-Projekte an den britischen Küsten in einem neuen gemeinsamen Unternehmen bündeln. Das Joint Venture mit Sitz im schottischen Aberdeen "wird der größte unabhängige Produzent in der britischen Nordsee sein", erklärten das britische und das norwegische Unternehmen am Donnerstag. "Das neue Unternehmen wird investieren, um den einzelnen Öl- und Gasfeldern und -plattformen eine langfristige Zukunft zu sichern."

Textgröße ändern:

In der gemeinsamen Erklärung verweisen Shell und Equinor auf die große Bedeutung der Öl- und Gas-Produktion für die britischen Verbraucher. Die Produktion in den britischen Vorkommen gehe zwar mittlerweile zurück, sei für die Energieversorgungssicherheit aber weiterhin unerlässlich. Das Gemeinschaftsunternehmen soll demnach im Jahr 2025 mehr als 140.000 Barrel Öläquivalent pro Tag fördern.

Equinor und Shell werden jeweils 50 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen halten. Shell beschäftigt in Großbritannien rund 1000 Mitarbeiter in der Öl- und Gasindustrie, Equinor 300. Die Unternehmen gehen davon aus, dass der Zusammenschluss bis Ende 2025 abgeschlossen sein wird, sofern die Aufsichtsbehörden ihre Zustimmung erteilen.

Von der Fusion ausgeschlossen sind drei grenzüberschreitende Öl- und Gasanlagen zwischen Norwegen und Großbritannien, die im Besitz von Equinor bleiben. Die Norweger behalten zudem ihre britischen Offshore-Windparks sowie Anlagen in den Bereichen Wasserstoff, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, Stromerzeugung, Batteriespeicherung und Gasspeicherung. Shell bleibt alleiniger Eigentümer seiner schwimmenden Windkraftanlagen sowie einer Flüssiggasanlage und eines Gasterminals in Schottland.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Nach Anschlag in Berlin: Doppelt so viele Polizisten bei CSD in Hamburg

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag in Berlin verschärft die Hamburger Polizei vor der dortigen Großdemonstration zum Christopher Street Day (CSD) am Samstag ihre Sicherheitsmaßnahmen drastisch. "Wir werden mit rund doppelt so viel Kräften wie beim letzten Mal vor Ort sein", sagte Hamburgs Polizeipräsident Falk Schnabel am Mittwoch im Deutschlandfunk. Als "Lehre aus Berlin" würden die Beamten zudem verstärkt das Umfeld der eigentlichen Veranstaltung kontrollieren.

Industrie begrüßt umstrittene Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Reiche

Die deutsche Industrie hat die umstrittenen Energiegesetze von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begrüßt. "Mit der EEG-Novelle und dem Netzpaket setzt die Bundesregierung wichtige und lange überfällige Impulse für ein effizientes und wettbewerbsfähiges Energiesystem", erklärte Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), am Mittwoch. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das sogenannte Netzpaket sollten später im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Russland schreibt Telegram-Chef Durow zur internationalen Fahndung aus

Russland hat den in Frankreich lebenden Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Dem Gründer des Messengerdienstes werde "Beihilfe zum Terrorismus" vorgeworfen, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Mittwoch den russischen Geheimdienst FSB. Hintergrund seien Ermittlungen zur Ausbildung junger Russen für Sabotageaktivitäten durch den ukrainischen Geheimdienst.

Verband kritisiert Unterfinanzierung von Essen in Pflegeheimen

Mehr Geld für die Verpflegung der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen hat der Verband Deutscher Alten- und Behindertenpflege (VDAB) gefordert. "Frische und ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil guter Pflege und darf kein Sparposten sein", sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er verwies dabei auch auf die gestiegenen Lebensmittelpreise.

Textgröße ändern: