Deutsche Tageszeitung - Google-Auswertung: Infos zu US-Wahl und Sportgroßereignissen besonders gefragt

Google-Auswertung: Infos zu US-Wahl und Sportgroßereignissen besonders gefragt


Google-Auswertung: Infos zu US-Wahl und Sportgroßereignissen besonders gefragt
Google-Auswertung: Infos zu US-Wahl und Sportgroßereignissen besonders gefragt / Foto: © AFP/Archiv

Die US-Wahl, der Anschlag von Solingen und sportliche Großevents haben die Menschen in Deutschland in diesem Jahr besonders beschäftigt. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung von Google zu den häufigsten Suchergebnissen 2024 hervor. Bei den Persönlichkeiten konnte Showmaster Stefan Raab, der in diesem Jahr auf die Fernsehbühne zurückkehrte, am meisten Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Textgröße ändern:

In der Liste der meistgesuchten Politiker finden sich die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, Amtsinhaber Joe Biden und der Wahlsieger Donald Trump auf dem Treppchen wieder. Erst dahinter folgen mit dem früheren Bundesfinanzminister Christian Lindner und dem zurückgetretenen SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert die ersten Deutschen.

Die allgemeinen Suchbegriffen stehen mit der Fußball- und der Handballeuropameisterschaft auf den Plätzen eins und zwei im Zeichen des Sports, gefolgt von der US-Wahl und einem weiteren Sportler - dem Fußballer Franz Beckenbauer, der im Januar starb. Beckenbauer führt auch die separate Google-Liste der meistgesuchten verstorbenen Persönlichkeiten an, gefolgt vom Sänger der Boyband One Direction, Liam Payne, und dem russischen Oppositionellen Alexej Nawalny.

Ebenfalls viel gesucht wurden Informationen zum islamistisch motivierten Anschlag auf ein Stadtfest in Solingen sowie zu den Bauernprotesten, die im Frühjahr wochenlang in ganz Europa für Schlagzeilen gesorgt hatten. Zudem interessierte das Phänomen Dubai-Schokolade die Internetnutzer.

Auch ausformulierte Fragen von Internetnutzern wertete Google aus. Bei den sogenannten Warum-Fragen landete die Frage "Warum streiken die Bauern?" auf Platz eins, gefolgt von "Warum ist Cora raus?", was sich offenbar auf das Ausscheiden von Cora Schumacher aus dem RTL-Dschungelcamp bezog. Dritthäufigste Warum-Frage war "Warum wurde Lindner entlassen?".

Bei den Was-Fragen landete "Was ist ein Talahon?" auf Platz eins. Eines der Spitzensuchergebnisse ist hier ein Wikipedia-Artikel, wonach Talahon ein Schlagwort für Personen mit stereotypen Merkmalen oder Verhaltensweisen ist, "das sich meist auf junge Männer mit arabischem Migrationshintergrund bezieht". Die meist gestellte Wie-Frage war hingegen jene nach dem Alter von Showmaster Raab.

Google wertete für die Erstellung der Statistik nach eigenen Angaben Milliarden Suchanfragen aus, welche die Nutzerinnen und Nutzer im Lauf des zu Ende gehenden Jahres tätigten. Dabei handle es sich nicht um Begriffe, die am meisten gesucht wurden, sondern um sogenannte Trending Searches, betonte das Unternehmen. "Dies sind Suchbegriffe, die den höchsten prozentualen Anstieg im Suchinteresse in einem bestimmten Zeitraum verzeichnet haben im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr zuvor", hieß es.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

BASF treibt Jobabbau voran - 7000 Stellen weltweit gestrichen

Der Chemiekonzern BASF treibt den 2024 begonnenen Stellenabbau voran. "Wir haben das Tempo noch einmal erhöht, um unsere Organisation schlanker und effizienter aufzustellen", erklärte Konzernchef Markus Kamieth am Mittwoch. "Im ersten Halbjahr 2026 haben wir mehr Stellen abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen." Seit Januar 2024 wurden demnach weltweit 7000 Stellen gestrichen.

Unternehmenskreise: BMW will bis Ende 2027 bis zu 8000 Jobs abbauen

BMW will bis Ende 2027 bis zu 8000 Jobs abbauen. Der Münchener Autobauer werde von Oktober an rund 40.000 seiner rund 85.000 Beschäftigten in Deutschland individuelle Abfindungsangebote unterbreiten, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Unternehmenskreisen erfuhr. Betroffen sind demnach Bürojobs und nicht die Produktion.

Staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland steigt auf mehr als 31.000 Euro

Die staatliche Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf mehr als 31.000 Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden unter Verweis auf endgültige Zahlen mitteilte, erhöhte sich der Schuldenstand des deutschen Staates bis Ende 2025 um sechs Prozent oder 151,4 Milliarden Euro auf rund 2,66 Billionen Euro. Dies ergab rechnerisch eine Verschuldung pro Kopf von 31.887 Euro.

Russische Medien: Telegram-Chef Durow zur internationalen Fahndung ausgeschrieben

Russland hat den in Frankreich lebenden Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Dem Leiter des Unternehmens hinter dem Messengerdienst werde im Rahmen eines Strafverfahrens "Beihilfe zum Terrorismus" vorgeworfen, berichteten russische Nachrichtenagenturen am Mittwoch unter Berufung auf den Geheimdienst FSB.

Textgröße ändern: