Deutsche Tageszeitung - Ministerin Paus weist auf Hilfen gegen Einsamkeit hin - Strategie wird ausgebaut

Ministerin Paus weist auf Hilfen gegen Einsamkeit hin - Strategie wird ausgebaut


Ministerin Paus weist auf Hilfen gegen Einsamkeit hin - Strategie wird ausgebaut
Ministerin Paus weist auf Hilfen gegen Einsamkeit hin - Strategie wird ausgebaut / Foto: © AFP/Archiv

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) auf die wachsende Zahl von Hilfsangeboten für Menschen hingewiesen, die sich einsam fühlen. "Gerade an Feiertagen kann das Gefühl von Einsamkeit besonders schmerzvoll sein", sagte die Ministerin am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Millionen Menschen in Deutschland sind von Einsamkeit betroffen, und auch die jüngere Generation leidet zunehmend darunter." Paus verwies auf die Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit und stellte erste Befunde einer Monitoring-Untersuchung zu den Ergebnissen vor.

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"Bei Hilfe- und Beratungsangeboten wie der Telefon-Seelsorge oder der Nummer gegen Kummer wird das Thema Einsamkeit verstärkt angesprochen", sagte Paus. Laut Monitoring-Bericht des Bundesfamilienministeriums, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, beinhaltet jeder vierte Anruf bei der Telefon-Seelsorge das Thema Einsamkeit. Bei der Jugendnotmail rangiert das Thema unter den zehn häufigsten Beratungsthemen bei den jungen Ratsuchenden.

Das Kabinett hatte im Dezember 2023 eine ressortübergreifende Strategie gegen Einsamkeit mit 111 Maßnahmen beschlossen, die auf einen systematischen Umgang mit Einsamkeit in Deutschland abzielt. Seit dem Kabinettsbeschluss seien 21 weitere konkrete Maßnahmen hinzugekommen, heißt es in dem ersten Monitoringebricht. 110 der insgesamt 132 Maßnahmen befänden sich in Umsetzung. Acht dieser Maßnahmen seien abgeschlossen.

"Mit der Strategie haben wir das Thema aus der Tabu-Ecke geholt und damit eine wichtige Etappe genommen", sagte Ministerin Paus zur AFP. Es sei nun "wichtig, dass wir die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten noch bekannter machen, zum Beispiel mit der Angebotslandkarte des Kompetenznetzes Einsamkeit". Die Strategie solle kontinuierlich weiter entwickelt werden.

Der Monitoring-Bericht weist allerdings auch darauf hin, dass einzelne der Maßnahmen nur eine begrenzte Tragweite haben. "Auch wenn viele Maßnahmen Einsamkeit nicht direkt adressieren, so ermöglicht die Umsetzung der Strategie, dass Einsamkeit nunmehr stärker in Maßnahmen der sozialen Teilhabe aufgegriffen und in den Fokus gerückt wird."

(V.Sørensen--DTZ)

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