Deutsche Tageszeitung - Greenpeace-Studie: Deutschlandticket wird 2025 für Familien unattraktiv

Greenpeace-Studie: Deutschlandticket wird 2025 für Familien unattraktiv


Greenpeace-Studie: Deutschlandticket wird 2025 für Familien unattraktiv
Greenpeace-Studie: Deutschlandticket wird 2025 für Familien unattraktiv / Foto: © AFP/Archiv

Das Deutschlandticket wird durch den bevorstehenden Preisanstieg auf 58 Euro einer Studie zufolge unattraktiver für Familien. Für eine vierköpfige Familie werde der Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn bei dem höheren Preis ab Jahreswechsel zum Minusgeschäft, teilte die Umweltorganisation Greenpeace am Freitag auf Grundlage von Modellrechnungen mit.

Textgröße ändern:

Beim bisherigen Preis von 49 Euro habe die Abschaffung des Familienautos noch zu einer Einsparung in Höhe von 350 Euro im Jahr geführt, erklärte Greenpeace. Doch nach der Preiserhöhung bleibe der Pkw im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr und ICEs auf der Fernstrecke die günstigere Option.

"Diese Preiserhöhung ist ein Fehler", kritisierte Lena Donat, Verkehrsexpertin von Greenpeace. "Familien haben jetzt finanziell nichts mehr davon, ihr Auto abzuschaffen und auf Bus und Bahn umzusteigen." Viele Familien hätten Sorgen wegen steigender Lebenshaltungskosten, "während die Politik die Preise nach oben schraubt", so die Greenpeace-Vertreterin.

Mit einem von Greenpeace vorgeschlagenen Preismodell, bei dem Erwachsene 29 Euro zahlen und Kinder und Jugendliche kostenlos fahren, könnten Familien ohne Auto hingegen jährlich 2000 Euro sparen.

Donat forderte die nächste Bundesregierung auf, "Bus und Bahn massiv ausbauen und das Deutschlandticket günstiger machen". Das helfe dem Klima und mache das Leben von Millionen Menschen leichter.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

24 Stunden in der Luft: Airbus A350 landet nach Rekordflug in Frankreich

Nach einer Rekordzeit von 24 Stunden und 24 Minuten in der Luft ist ein für extrem lange Strecken ausgebauter Airbus A350 in Frankreich gelandet. Das Flugzeug beendete am Dienstag seinen 23.076 Kilometer langen Testflug von der australischen Großstadt Melbourne nach Toulouse. Die australische Fluggesellschaft Qantas will das Flugzeug ab dem kommenden Jahr für Direktflüge nach Europa einsetzen.

Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland vielerorts aufgehoben oder gelockert

Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe sind in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert worden. Am Montag und Dienstag wurden die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorging. Darunter waren die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole St. Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden.

Bundesgerichtshof: Jahresentgelte für Riester-Bausparverträge unzulässig

Jahresentgelte für die Führung von Riester-Bausparverträgen sind unzulässig. Kunden würden so unangemessen benachteiligt, entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Geklagt gegen die Landesbank Hessen-Thüringen hatten der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und Verbraucherverbände. Laut vzbv können Betroffene nun Geld zurückverlangen. (Az. XI ZR 83/25)

Merz fordert "zwingend" hunderte Milliarden Euro Einsparungen beim EU-Haushalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat "zwingend" Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro beim nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union gefordert. Nötig sei ein Budgetentwurf "mit Kürzungen in allen Bereichen", sagte Merz am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheal Martin in Dublin. Anlass des Besuchs war die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland am 1. Juli.

Textgröße ändern: