Deutsche Tageszeitung - Neuzulassungen von E-Autos 2024 um mehr als ein Viertel gesunken

Neuzulassungen von E-Autos 2024 um mehr als ein Viertel gesunken


Neuzulassungen von E-Autos 2024 um mehr als ein Viertel gesunken
Neuzulassungen von E-Autos 2024 um mehr als ein Viertel gesunken / Foto: © AFP

Die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos ist im vergangenen Jahr um mehr als ein Viertel eingebrochen. 380.609 neue Stromer wurden 2024 zugelassen, das waren 27,4 Prozent weniger als 2023, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg am Montag mitteilte. Deutliche Steigerungen wurden dagegen bei den Neuzulassungen von Hybriden und Plugin-Hybriden verzeichnet. Reine Verbrenner-Autos waren in etwa so beliebt wie im Vorjahr.

Textgröße ändern:

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 2,8 Millionen Autos neu zugelassen und somit 1,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 35,2 Prozent waren die meisten davon Benziner. Auf Platz zwei liegen Autos mit Hybridantrieb (33,6 Prozent), gefolgt von Diesel-Fahrzeugen (17,2 Prozent). 13,5 Prozent der Neuwagen waren reine Elektroautos, Plugin-Hybride machten 6,8 Prozent aus. Die durchschnittliche CO2-Emission der Neuwagen stieg 2024 um 4,2 Prozent.

"2024 war ein verlorenes Jahr für die Elektromobilität in Deutschland", erklärte Constantin Gall von der Beratungsfirma EY. Das abrupte Aus für die staatliche Kaufförderung Ende 2023 habe zu einer massiven Verunsicherung bei den potenziellen Käufern geführt, die bis heute anhalte. "Obwohl neue und attraktive Modelle auf den Markt kommen, sind die Absatzzahlen deutlich niedriger als von der Branche erwartet und von der Politik erwünscht."

Ausschlaggebend ist dem Experten zufolge der Preis: "Bislang ist die Elektromobilität in erster Linie eine Mobilität für Besserverdienende - für weite Teile der Bevölkerung sind Elektroautos schlicht noch zu teuer." Für 2025 erwartet Gall Bewegung im Markt: Er rechne damit, dass die Preise für E-Autos sinken und zugleich die Preise für Verbrenner steigen werden, erklärte er.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

24 Stunden in der Luft: Airbus A350 landet nach Rekordflug in Frankreich

Nach einer Rekordzeit von 24 Stunden und 24 Minuten in der Luft ist ein für extrem lange Strecken ausgebauter Airbus A350 in Frankreich gelandet. Das Flugzeug beendete am Dienstag seinen 23.076 Kilometer langen Testflug von der australischen Großstadt Melbourne nach Toulouse. Die australische Fluggesellschaft Qantas will das Flugzeug ab dem kommenden Jahr für Direktflüge nach Europa einsetzen.

Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland vielerorts aufgehoben oder gelockert

Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe sind in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert worden. Am Montag und Dienstag wurden die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorging. Darunter waren die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole St. Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden.

Bundesgerichtshof: Jahresentgelte für Riester-Bausparverträge unzulässig

Jahresentgelte für die Führung von Riester-Bausparverträgen sind unzulässig. Kunden würden so unangemessen benachteiligt, entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Geklagt gegen die Landesbank Hessen-Thüringen hatten der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und Verbraucherverbände. Laut vzbv können Betroffene nun Geld zurückverlangen. (Az. XI ZR 83/25)

Merz fordert "zwingend" hunderte Milliarden Euro Einsparungen beim EU-Haushalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat "zwingend" Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro beim nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union gefordert. Nötig sei ein Budgetentwurf "mit Kürzungen in allen Bereichen", sagte Merz am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheal Martin in Dublin. Anlass des Besuchs war die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland am 1. Juli.

Textgröße ändern: