Deutsche Tageszeitung - Generalinspekteur begrüßt Beteiligung der Bundeswehr an Nato-Einsatz in Ostsee

Generalinspekteur begrüßt Beteiligung der Bundeswehr an Nato-Einsatz in Ostsee


Generalinspekteur begrüßt Beteiligung der Bundeswehr an Nato-Einsatz in Ostsee
Generalinspekteur begrüßt Beteiligung der Bundeswehr an Nato-Einsatz in Ostsee / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hat die Beteiligung Deutschlands am angekündigten Nato-Einsatz gegen Sabotageakte in der Ostsee begrüßt. Breuer sprach am Mittwoch im Sender Bayern 2 von "einer richtigen Entscheidung". Hybride Bedrohungen wie Sabotage und Spionage würden auch gegen Deutschland zunehmen. "Wir werden durch Russland bedroht".

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Der Einsatz der deutschen Marine zeige Russland, dass "man eben mit uns nicht spaßen kann, sondern dass wir Maßnahmen dagegen setzen können", sagte Breuer. Wie genau Deutschland sich am Einsatz beteiligen werde, das werde noch verhandelt.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte am Dienstag angekündigt, dass die Nato nach einer Serie mutmaßlicher Sabotageakte gegen Unterseekabel in der Ostsee ihre Patrouillen in der Region verstärken werde. Mit Kriegsschiffen, Aufklärungsflugzeugen, Satelliten und Drohnen will das Verteidigungsbündnis bei der Mission "Baltic Sentry" (etwa: baltischer Wachposten) nun den Ostseeraum überwachen. Der Einsatz soll demnach "auf unbestimmte Zeit andauern".

Breuer nannte die angekündigte Mission den "richtigen Schritt, um Augen und Ohren in der NATO zu haben, um aufzuklären, um zu sehen, was passiert". Es liege auf der Hand, dass Russland hinter den Sabotage-Akten in der Ostsee stecke, sagte der Generalinspekteur. "Wer sonst sollte uns bedrohen?"

In den vergangenen Monaten waren mehrere Daten- und Stromkabel am Boden der Ostsee beschädigt worden. In der Nato besteht der Verdacht, dass es sich um von Russland gesteuerte Sabotageakte handelt. Auch ein chinesischer Frachter steht unter Sabotageverdacht.

(M.Travkina--DTZ)

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