Deutsche Tageszeitung - Lauterbach zu E-Patientenakte: Werden Probleme bis zum bundesweiten Start lösen

Lauterbach zu E-Patientenakte: Werden Probleme bis zum bundesweiten Start lösen


Lauterbach zu
E-Patientenakte: Werden Probleme bis zum bundesweiten Start lösen
Lauterbach zu E-Patientenakte: Werden Probleme bis zum bundesweiten Start lösen / Foto: © POOL/AFP

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat versichert, dass bis zum bundesweiten Start der elektronischen Patientenakte (ePA) alle bekannten Sicherheitsmängel behoben sein werden. "Wir werden beim bundesweitem Rollout alle Probleme gelöst haben", sagte er am Mittwoch in Berlin. Dazu gehörten auch die vom Chaos Computer Club (CCC) benannten Sicherheitsprobleme. "Die Sicherheit der ePA für alle hat für uns oberste Priorität."

Textgröße ändern:

Am Mittwoch starteten Praxen, Kliniken und Apotheken in drei Modellregionen - Hamburg, Franken sowie Nordrhein-Westfalen - mit der Testung der ePA. Die vom Chaos Computer Club für diese Testphase aufgezeigten Probleme seien gelöst, versicherte Lauterbach. Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe bestätigt, das die Pilotphase beginnen könne - "und zwar auf einem Sicherheitsniveau, das sehr hoch ist".

Bundesweit soll die Akte dem Minister zufolge "im März oder April" zum Einsatz kommen, bis dahin würden dann alle Probleme gelöst sein. "Wir werden eine sehr sichere ePA haben, auch im Vergleich zu anderen Ländern", betonte Lauterbach. Die elektronische Patientenakte sei in anderen Ländern "wesentlich weniger sicher als das Sicherheitsniveau, das wir anstreben".

Der CCC hatte Angriffsmöglichkeiten auf die digitale Patientenakte nachgewiesen und anschließend den Umgang Lauterbachs mit den möglichen Sicherheitsmängeln kritisiert. Durch die Computerexperten geäußerte Sicherheitsbedenken seien über Monate nicht ernst genommen worden.

Er sei "dankbar, dass sich der Chaos Computer Club mit solchen Themen beschäftigt", sagte der Gesundheitsminister nun. Die Probleme würden ernst genommen.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf Pipeline in Saudi-Arabien: Irak entdeckt Drohnen-Startvorrichtung nahe Iran

Nach Drohnenangriffen auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien hat die irakische Armee nach Angaben aus Sicherheitskreisen Startvorrichtungen für Drohnen in der Nähe der Grenze zum Iran gefunden. Zwei Vertreter der irakischen Sicherheitsbehörden teilten der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mit, die Startvorrichtungen für Drohnen seien in der entlegenen Region al-Tib in der südirakischen Provinz Missan entdeckt worden. Der Irak schloss daraufhin drei Grenzübergänge zu dem Nachbarland.

Seoul: Nordkorea feuert ballistische Raketen ab

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Die Raketen seien am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in der Region der nordkoreanischen Stadt Wonsan gestartet und rund 250 Kilometer weit geflogen, erklärte der südkoreanische Generalstab. Südkorea und die USA hätten sich über die Raketenstarts ausgetauscht und auch Japan informiert.

Italienische Feministin und frühere EU-Kommissarin Emma Bonino ist tot

Sie galt als radikale Feministin und war eine der beliebtesten Politikerinnen ihres Landes - nun ist die Italienerin Emma Bonino im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab die von ihr gegründete Kleinpartei Mehr Europa am Freitag auf Facebook bekannt. Bonino kämpfte für das Recht auf Scheidung und Abtreibung und setzte sich zeitlebens für humanitäre Belange ein. Sie war Außenministerin und EU-Kommissarin. Italiens Regierungschefin Georgia Meloni und EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola würdigten die Verdienste Boninos.

Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer

Die deutschen Reeder haben sich besorgt über die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Roten Meer gezeigt. "Mit der Einnahme der Insel Mayyun durch die mit dem Iran verbündeten Huthi wächst die Bedrohung am strategisch wichtigen Bab al-Mandab erheblich", erklärte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Freitag. "Für Schiffe, die die Meerenge weiterhin passieren, steigt das Risiko; für Reedereien, die das Gebiet derzeit umfahren, rückt eine Rückkehr auf die direkte Route durch das Rote Meer in noch weitere Ferne."

Textgröße ändern: