Deutsche Tageszeitung - Verbraucher beschweren sich häufiger über ihre Versicherungen

Verbraucher beschweren sich häufiger über ihre Versicherungen


Verbraucher beschweren sich häufiger über ihre Versicherungen
Verbraucher beschweren sich häufiger über ihre Versicherungen / Foto: © AFP/Archiv

Im vergangenen Jahr haben sich mehr Menschen beim Versicherungsombudsmann beschwert als noch im Vorjahr. Wie die anerkannte Schlichtungsstelle für Versicherungen am Dienstag mitteilte, stieg die Zahl der Beschwerden 2024 auf 21.548, im Vorjahr waren es 18.037 Fälle gewesen. Bei den Beschwerden kann es um die Zahlung von Leistungen oder eine Vertragsauflösung gehen.

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Haben Verbraucherinnen und Verbraucher Probleme mit ihrer Versicherung, können sie sich kostenfrei an die Schlichtungsstelle wenden. Diese überprüft die Entscheidung des jeweiligen Versicherers oder Vermittlers. Geht es dabei um weniger als 10.000 Euro ist die Entscheidung bindend. Ausgenommen sind private Krankenversicherungen und gesetzliche Versicherer.

Grund für die Zunahme der Beschwerden 2024 sind den Daten des Vereins zufolge deutlich mehr Beschwerden im Bereich der Autoversicherungen. Hatte es 2023 knapp 3479 Beschwerden gegeben, kletterte die Zahl im vergangenen Jahr auf knapp 5000 Fälle. Und das, obwohl häufigere Wechsel in der Kfz-Versicherung bereits 2023 ein Grund für den damaligen Anstieg waren.

Von den gut 21.500 Beschwerden in diesem Jahr wurden knapp 4340 als unzulässig abgewiesen, bei rund 4970 steht eine Entscheidung noch aus. Viele Beschwerden gab es vergangenes Jahr auch im Bereich der Rechtsschutzversicherung und der Lebensversicherung. Der Anstieg war aber deutlich geringer als bei den Kfz-Versicherungen.

Chefin der Schlichtungsstelle und Ombudsfrau für Versicherungen ist seit April 2024 Sibylle Kessal-Wulf. Sie war zuvor Vorsitzende des Senats für Versicherungs- und Erbrecht des Bundesgerichtshof und Mitglied des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts.

(V.Varonivska--DTZ)

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