Deutsche Tageszeitung - IG Metall fordert Verstaatlichung des Stromnetzes

IG Metall fordert Verstaatlichung des Stromnetzes


IG Metall fordert Verstaatlichung des Stromnetzes
IG Metall fordert Verstaatlichung des Stromnetzes / Foto: © AFP

Die Gewerkschaft IG Metall hat die Übernahme des überregionalen Stromnetzes durch den Staat und dessen "Ausbau in Eigenregie" gefordert. "Andernfalls drohen die Stromkosten ins Unermessliche zu steigen - mit fatalen Folgen für private Verbraucher, die Arbeitsplätze in der Industrie und das Gelingen der Energiewende", erklärte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall am Donnerstag in Frankfurt am Main. Insbesondere die Netzentgelte spielten dabei eine entscheidende Rolle.

Textgröße ändern:

Anlass für den Vorstoß der IG Metall ist nach Angaben der Gewerkschaft eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf. Darin gehen die Forschenden von deutlich höheren Netzentgelten aus, sollten vor allem private Investoren und nicht die öffentliche Hand den Ausbau des Stromnetzes vorantreiben.

Bei einem Investitionsaufwand von 651 Milliarden Euro würden die Netzentgelte für Haushalte bis 2045 bei einer staatlichen Finanzierung um 1,7 Cent pro Kilowattstunde steigen. Mit privaten Investoren kommen die Forscherinnen und Forscher auf eine Steigerung um drei Cent. Private Unternehmen verlangen demnach "deutlich höhere Renditen für ihren Kapitaleinsatz", erklärte die Hans-Böckler-Stiftung.

Die Netzentgelte machen heute im Schnitt 27 Prozent der gesamten Stromkosten aus. Stromlieferanten müssen die Abgabe an die Netzbetreiber leisten und geben sie in der Regel an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Durch die Netzentgelte soll das Stromnetz gewartet, betrieben und ausgebaut werden. Der Ausbau des Stromnetzes ist nötig, um die Elektrifizierung von Verkehr, Industrie und Gebäuden in Deutschland zu bewältigen.

Die IG Metall forderte die künftige Bundesregierung auf, eine Verstaatlichung der Stromnetze anzugehen. "Man sollte den Markt dort wirken lassen, wo er sich entfalten kann. Bei den Stromnetzen funktioniert er nicht, hier muss der Staat Eigentümer werden", erklärte Kerner.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Hitzewelle Ende Juni: 90 Prozent mehr Eis und 77 Prozent mehr Wasser verkauft

In der Hitzewelle Ende Juni haben die Menschen in Deutschland sehr viel mehr Speiseeis und Wasser in Flaschen gekauft: Der Absatz von Speiseeis in den Supermärkten lag in der Woche vom 22. bis 28. Juni um 90 Prozent über dem in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Zudem seien 77 Prozent mehr stilles Wasser und 63 Prozent mehr Sprudelwasser gekauft worden.

SPD will Verbot von Diskriminierung aufgrund sexueller Identität im Grundgesetz

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin will die SPD-Führung einen neuen Anlauf nehmen, ein Verbot von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz zu verankern. Die Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas sowie Generalsekretär Tim Klüssendorf forderten am Dienstag eine entsprechende "Ergänzung des Diskriminierungsverbots in Artikel drei des Grundgesetzes". Die SPD werde dies "mit Nachdruck wieder auf die politische Tagesordnung setzen".

Dank Rückzahlung von US-Zöllen in Millionenhöhe: Philips steigert Gewinn

Der niederländische Medizintechnikhersteller Philips hat seinen Gewinn im zweiten Quartal kräftig gesteigert - vor allem dank Rückzahlungen von US-Zöllen in Millionenhöhe. Philips habe zu den ersten Unternehmen gehört, die eine Zollrückerstattung beantragten, sagte Unternehmenschef Roy Jakobs am Dienstag. "Und deshalb gehören wir auch zu den Ersten, die den Betrag fast vollständig zurückerhalten haben." Der Rest soll im dritten Quartal folgen.

BitMart تحت الضغط: لم يتم الإفراج عن 22,000 USDT و930,000 SNC بعد مرور 48 ساعة – هل تعاني BitMart من نقص في الأموال؟

تطالب SCANDIC COIN (SNC) من BitMart بتقديم تفسير فوري. وفقًا لمعلومات SNC، فإن طلب السحب الذي تم تقديمه في 26 يوليو 2026 الساعة 09:10:03 بتوقيت ألمانيا، لا يزال حتى اليوم 28 يوليو 2026، أي بعد مرور أكثر من 48 ساعة، يحمل الحالة «قيد المعالجة». وحتى وقت نشر هذا الخبر، لم تصل بعد 22,000 USDT (ما يعادل 22,000 دولار أمريكي) وما يقرب من 930,000 SNC (ما يعادل حاليًا 158,000 دولار أمريكي) إلى المحافظ المخصصة لذلك.

Textgröße ändern: