Deutsche Tageszeitung - Warmes Wetter, niedrigere Preise für Öl und Gas: Heizkosten 2024 gesunken

Warmes Wetter, niedrigere Preise für Öl und Gas: Heizkosten 2024 gesunken


Warmes Wetter, niedrigere Preise für Öl und Gas: Heizkosten 2024 gesunken
Warmes Wetter, niedrigere Preise für Öl und Gas: Heizkosten 2024 gesunken / Foto: © AFP/Archiv

Die Heizkosten für die Haushalte in Deutschland sind im vergangenen Jahr laut dem Verbraucherportal Verivox deutlich gesunken: bei Gasheizungen um rund zwölf Prozent, bei Ölheizungen um rund acht Prozent. Grund seien die warme Witterung und die niedrigeren Preise für Gas und Heizöl, teilte Verivox am Freitag mit.

Textgröße ändern:

2024 war laut dem Deutschen Wetterdienst das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Der durchschnittliche Heizbedarf im Vergleich zum Vorjahr sank laut Verivox um knapp drei Prozent.

Der Gaspreis sank von im Durchschnitt 11,88 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2023 auf 11,05 Cent pro Kilowattstunde, wie Verivox weiter mitteilte. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hatte er allerdings bei rund sechs Cent gelegen. "Das Preisniveau ist also nach wie vor hoch", erklärte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck.

Der Heizölpreis sank laut Verivox im Mittel von 104 Euro brutto pro Hektoliter 2023 auf rund 99 Euro. "Da Heizöl in der Regel nur einmal pro Jahr bestellt wird, hängen die tatsächlichen Heizkosten vom jeweiligen Bestellzeitpunkt ab", erläuterte Storck. Ein idealer Zeitpunkt für die Heizölbestellung lasse sich nicht angeben, da die Heizölpreise stärker von den internationalen Rohölpreisen als von saisonalen Schwankungen abhängen. "Wer möglichst langfristig und gemeinsam mit Nachbarn bestellt, kann jedoch oft einen Rabatt aushandeln", fügte er hinzu.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf Pipeline in Saudi-Arabien: Irak entdeckt Drohnen-Startvorrichtung nahe Iran

Nach Drohnenangriffen auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien hat die irakische Armee nach Angaben aus Sicherheitskreisen Startvorrichtungen für Drohnen in der Nähe der Grenze zum Iran gefunden. Zwei Vertreter der irakischen Sicherheitsbehörden teilten der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mit, die Startvorrichtungen für Drohnen seien in der entlegenen Region al-Tib in der südirakischen Provinz Missan entdeckt worden. Der Irak schloss daraufhin drei Grenzübergänge zu dem Nachbarland.

Seoul: Nordkorea feuert ballistische Raketen ab

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Die Raketen seien am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in der Region der nordkoreanischen Stadt Wonsan gestartet und rund 250 Kilometer weit geflogen, erklärte der südkoreanische Generalstab. Südkorea und die USA hätten sich über die Raketenstarts ausgetauscht und auch Japan informiert.

Italienische Feministin und frühere EU-Kommissarin Emma Bonino ist tot

Sie galt als radikale Feministin und war eine der beliebtesten Politikerinnen ihres Landes - nun ist die Italienerin Emma Bonino im Alter von 78 Jahren gestorben. Das gab die von ihr gegründete Kleinpartei Mehr Europa am Freitag auf Facebook bekannt. Bonino kämpfte für das Recht auf Scheidung und Abtreibung und setzte sich zeitlebens für humanitäre Belange ein. Sie war Außenministerin und EU-Kommissarin. Italiens Regierungschefin Georgia Meloni und EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola würdigten die Verdienste Boninos.

Bab al-Mandab: Deutsche Reeder besorgt über Sicherheitslage im Roten Meer

Die deutschen Reeder haben sich besorgt über die Sicherheitslage für die Schifffahrt im Roten Meer gezeigt. "Mit der Einnahme der Insel Mayyun durch die mit dem Iran verbündeten Huthi wächst die Bedrohung am strategisch wichtigen Bab al-Mandab erheblich", erklärte der Verband Deutscher Reeder (VDR) am Freitag. "Für Schiffe, die die Meerenge weiterhin passieren, steigt das Risiko; für Reedereien, die das Gebiet derzeit umfahren, rückt eine Rückkehr auf die direkte Route durch das Rote Meer in noch weitere Ferne."

Textgröße ändern: