Deutsche Tageszeitung - Exportplus und gute Konsumlaune: Spaniens Wirtschaft 2024 um 3,2 Prozent gewachsen

Exportplus und gute Konsumlaune: Spaniens Wirtschaft 2024 um 3,2 Prozent gewachsen


Exportplus und gute Konsumlaune: Spaniens Wirtschaft 2024 um 3,2 Prozent gewachsen
Exportplus und gute Konsumlaune: Spaniens Wirtschaft 2024 um 3,2 Prozent gewachsen / Foto: © AFP/Archiv

Die spanische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2024 dank einer Zunahme der Exporte, einer guten Konsumlaune und Zuwächsen im Tourismussektor um 3,2 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt (INE) am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Die spanische Wirtschaft hatte sich zuletzt im europäischen Vergleich sehr gut entwickelt. Im dritten Quartal 2024 übertraf das Wachstum dank steigender Exporte und eines soliden Binnenkonsums mit 0,8 Prozent die Prognosen der Zentralbank.

2023 hatte das Wirtschaftswachstum in Spanien bei 2,7 Prozent gelegen. Für 2024 hatten der Internationale Währungsfonds (IWF) und die spanische Zentralbank mit einem Plus von 3,1 Prozent gerechnet. Die Regierung in Madrid war in ihrer Ende 2023 an Brüssel übermittelten Prognose von einem Wachstum von zwei Prozent ausgegangen. Seitdem hat sie die Zahl jedoch nach oben korrigiert und vor kurzem ein Ziel von 3,1 bis 3,2 Prozent genannt.

"Wir erleben einen großartigen wirtschaftlichen Moment in einem sowohl aus europäischer als auch aus internationaler Sicht sehr komplexen Kontext", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez Mitte Januar.

Die viertgrößte Volkswirtschaft des Euroraums setzt damit ihren Aufschwung fort, nachdem das BIP aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Tourismussektor, der fast 13 Prozent der spanischen Wirtschaft ausmacht, 2020 um fast elf Prozent eingebrochen war. In einem Ranking der leistungsfähigsten Volkswirtschaften der OECD-Staaten des Magazins "The Economist" belegte Spanien im vergangenen Jahr den Spitzenplatz.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Vor Kongresswahlen: US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen hat die Zentralbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins unverändert gelassen. Der Zinssatz liegt somit weiterhin zwischen 3,75 und 4,0 Prozent. Zwei der zwölf zuständigen Fed-Mitglieder stimmten wegen der massiv gestiegenen Verbraucherpreise aber am Mittwoch für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte zudem an, dass die Zahl der Leitzinsentscheidungen ab dem kommenden Jahr schrittweise sinken soll.

US-Notenbank Fed will weniger oft über Leitzins entscheiden

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will die Zahl ihrer Leitzinsentscheidungen reduzieren. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte am Mittwoch in Washington an, im kommenden Jahr werde es nur noch sieben Abstimmungen über den Zinssatz geben statt bisher acht. Im Jahr 2028 solle die Zahl dann weiter auf sechs sinken.

US-Zentralbank Fed lässt Leitzins unverändert

Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins unverändert gelassen. Zwei der zwölf zuständigen Fed-Mitglieder stimmten aber wegen der massiv gestiegenen Verbraucherpreise für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt, wie die Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Im September hatte die Fed den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht, er liegt seitdem in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,0 Prozent.

Prien verzichtet auf geplante Kürzung beim Elterngeld

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verzichtet nach scharfer Kritik auf die geplanten Kürzungen beim Elterngeld. Die maximale Bezugsdauer der Leistung soll weiterhin bei 14 Monaten liegen - die ursprünglich wegen Haushaltszwängen geplante Kürzung auf zwölf Monate ist vom Tisch: Dies verlautete am Mittwoch aus Priens Ministerium. Neu aufgeteilt wird aber der Bezug für die einzelnen Partner.

Textgröße ändern: