Deutsche Tageszeitung - Flugzeug mit mehr als 60 Passagieren stürzt nach Zusammenstoß mit Militärhubschrauber in Washington ab

Flugzeug mit mehr als 60 Passagieren stürzt nach Zusammenstoß mit Militärhubschrauber in Washington ab


Flugzeug mit mehr als 60 Passagieren stürzt nach Zusammenstoß mit Militärhubschrauber in Washington ab
Flugzeug mit mehr als 60 Passagieren stürzt nach Zusammenstoß mit Militärhubschrauber in Washington ab / Foto: © AFP

Nach einer Kollision mit einem Militärhubschrauber über der US-Hauptstadt Washington ist in Regionalflugzeug mit 64 Menschen an Bord nach Behördenangaben in den Fluss Potomac gestürzt. Zu dem Absturz kam es am Mittwochabend nahe des Reagan-National-Flughafens in Washington. "Möge Gott ihre Seelen segnen", erklärte US-Präsident Donald Trump und gab an, er sei "über furchtbaren Unfall" vollständig informiert worden.

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Zuvor hatte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, im Sender Fox News mitgeteilt, dass ein Militärhubschrauber "tragischerweise" mit einem Regionalflugzeug zusammengestoßen zu sein scheine. Die Fluglinie American Airlines, deren Tochtergesellschaft PSA Airlines den Flug durchführte, erklärte, es seien "60 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord" gewesen. Ein US-Armeevertreter gab an, dass sich in dem Militärhubschrauber drei Soldaten befunden hätten.

Die Washingtoner Polizei erklärte, es gebe zu diesem Zeitpunkt noch "keine bestätigten Informationen über Opfer", obgleich eine massive Such- und Rettungsaktion im Gange war. Die Zeitung "Washington Post" berichtete in Berufung auf ungenannte Quellen, dass die Polizei damit begonnen habe, mehrere Leichen aus dem Potomac zu bergen.

Augenzeuge Ari Schulman sagte dem Sender CNN, er habe einen "Funkenstrom" gesehen, während er nach Hause fuhr und sich die Kollision am Himmel ereignete. Das Flugzeug habe zunächst normal ausgesehen. "Drei Sekunden später" sei es komplett zur Seite geneigt gewesen, sagte Schulman. "Ich konnte die Unterseite sehen, sie leuchtete in einem sehr hellen Gelb, und darunter war ein Funkenstrom zu sehen." Er verglich den Anblick mit einem Feuerwerkskörper.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete an, dass alle Flugzeuge am Reagan-National-Flughafen am Boden bleiben müssten. Bei dem Regionalflugzeug handele es sich um eine Maschine des Herstellers Bombardier von der Fluglinie PSA Airlines, die "in der Luft" mit einem Hubschrauber des Typs Sikorsky H-60 zusammengestoßen sei, als sie sich am Abend dem Flughafen zum Landen näherte, erklärte die FAA. Der Flieger war demnach in Wichita im US-Bundesstaat Kansas gestartet.

Die neue US-Heimatschutzministerin Kristi Noem erklärte im Onlinedienst X, sie setze "alle verfügbaren Ressourcen der US-Küstenwache für Such- und Rettungsmaßnahmen bei diesem schrecklichen Vorfall" ein.

Nach Angaben der Polizei waren mehrere Behörden am Ort des Absturzes im Einsatz, der durch die Dunkelheit und die eisigen Temperaturen erschwert wurde. Auch Feuerwehrboote seien auf dem Fluss Potomac unterwegs.

US-Senator Roger Marshall aus dem Bundesstaat Kansas sprach bei X von der Kollision als einem "wahren Albtraum". "Ich bitte die Welt, mit mir heute Abend für Kansas, die Ersthelfer, die Rettungsteams und alle an diesem schrecklichen Unfall Beteiligten zu beten", schrieb er. "Ich habe die lokalen und nationalen Behörden kontaktiert, um Antworten zu erhalten und werde weiterhin mehr Informationen darüber verlangen, wie es dazu kam."

(N.Loginovsky--DTZ)

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