Deutsche Tageszeitung - EU-Umweltagentur: Schifffahrt muss Dekarbonisierung vorantreiben

EU-Umweltagentur: Schifffahrt muss Dekarbonisierung vorantreiben


EU-Umweltagentur: Schifffahrt muss Dekarbonisierung vorantreiben
EU-Umweltagentur: Schifffahrt muss Dekarbonisierung vorantreiben / Foto: © ANP/AFP/Archiv

Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat die Schifffahrtsindustrie aufgerufen, die Dekarbonisierung der Branche voranzutreiben. Die Schifffahrt sei für drei bis vier Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes der EU verantwortlich, erklärte die EUA in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Dieser Anteil "muss sinken", hieß es weiter.

Textgröße ändern:

Der Ausstoß von Methan durch die Schifffahrt habe sich zwischen wegen des erhöhten Transportbedarfs zwischen 2018 und 2023 "mindestens verdoppelt", teilte die EU-Umweltagentur mit. Der Bericht spiegle "die dringende Notwendigkeit" wider, dass die Schifffahrt "ihre Anstrengungen zur Verringerung ihres Kohlenstoff-Fußabdrucks und anderer Umweltauswirkungen wie der Wasserverschmutzung verstärkt", erklärte EUA-Chefin Leena Ylä-Mononen.

2022 stieg der CO2-Ausstoß durch die Schifffahrt demnach auf 137,5 Millionen Tonnen, was in etwa dem Niveau vor der Corona-Pandemie entsprach.

Eine weitere Ursache für die Wasserverunreinigung ist der EUA zufolge die Ölverschmutzung, die vor allem in den viel befahrenen Gewässern der Nordsee und des Mittelmeers auftritt. Auch die Ableitung von Abwasser und Plastik von Schiffen ist demnach ein Problem.

Der Bericht stellt fest, dass die durch Fischerei und Schifffahrt verursachten Abfälle in den letzten zehn Jahren um die Hälfte zurückgegangen sind. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Überwachung weiterhin schwierig ist.

Ylä-Mononen betonte die Notwendigkeit, "die Bemühungen um eine Umstellung auf sauberere Kraftstoffe und nachhaltige Hafen- und Schifffahrtspraktiken zu beschleunigen, um die Auswirkungen auf die Meeres- und Küstenökosysteme zu verringern".

Der EUA zufolge werden nur 3,3 Prozent der weltweiten Schiffstonnage mit alternativen Kraftstoffen und Batterien angetrieben.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Vor Kongresswahlen: US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen hat die Zentralbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins unverändert gelassen. Der Zinssatz liegt somit weiterhin zwischen 3,75 und 4,0 Prozent. Zwei der zwölf zuständigen Fed-Mitglieder stimmten wegen der massiv gestiegenen Verbraucherpreise aber am Mittwoch für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte zudem an, dass die Zahl der Leitzinsentscheidungen ab dem kommenden Jahr schrittweise sinken soll.

US-Notenbank Fed will weniger oft über Leitzins entscheiden

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will die Zahl ihrer Leitzinsentscheidungen reduzieren. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte am Mittwoch in Washington an, im kommenden Jahr werde es nur noch sieben Abstimmungen über den Zinssatz geben statt bisher acht. Im Jahr 2028 solle die Zahl dann weiter auf sechs sinken.

US-Zentralbank Fed lässt Leitzins unverändert

Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins unverändert gelassen. Zwei der zwölf zuständigen Fed-Mitglieder stimmten aber wegen der massiv gestiegenen Verbraucherpreise für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt, wie die Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Im September hatte die Fed den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht, er liegt seitdem in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,0 Prozent.

Prien verzichtet auf geplante Kürzung beim Elterngeld

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verzichtet nach scharfer Kritik auf die geplanten Kürzungen beim Elterngeld. Die maximale Bezugsdauer der Leistung soll weiterhin bei 14 Monaten liegen - die ursprünglich wegen Haushaltszwängen geplante Kürzung auf zwölf Monate ist vom Tisch: Dies verlautete am Mittwoch aus Priens Ministerium. Neu aufgeteilt wird aber der Bezug für die einzelnen Partner.

Textgröße ändern: