Deutsche Tageszeitung - Windkraft auf See: 73 neue Anlagen speisten 2024 erstmals Strom ein

Windkraft auf See: 73 neue Anlagen speisten 2024 erstmals Strom ein


Windkraft auf See: 73 neue Anlagen speisten 2024 erstmals Strom ein
Windkraft auf See: 73 neue Anlagen speisten 2024 erstmals Strom ein / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der Windkraftausbau vor den deutschen Küsten hat im vergangenen Jahr weiter zugelegt. Insgesamt speisten 73 neue Offshore-Windenergieanlagen erstmals ins Stromnetz ein, wie mehrere Branchenverbände am Dienstag gemeinsam mitteilten. "Verzögerungen beim Netzausbau" sowie eine gesetzlich festgelegte Flexibilität bei der Fertigstellung von Windparks auf See führten allerdings dazu, dass das Ausbauziel für 2030 in Höhe von 30 Gigawatt (GW) voraussichtlich erst 2031 erreicht werde, hieß es weiter.

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Das Ziel für 2035 von mindestens 40 GW werde hingegen voraussichtlich "bereits ein Jahr früher erfüllt", erklärten die Verbände. Voraussetzung dafür seien aber planbare Rahmenbedingungen für die Branche.

"Der Ausbau der Offshore-Windenergie steht vor entscheidenden Weichenstellungen", teilten die Branchenorganisationen BWE, BWO, VDMA Power Systems, WAB, WindEnergy Network und die Stiftung Offshore-Windenergie mit. Die neue Bundesregierung habe "alle Möglichkeiten, um die Rahmenbedingungen so zu verstetigen und zu verbessern, dass die Investitionssicherheit gewährleistet ist und gleichzeitig die Klimaziele erreicht werden".

Dazu gehörten "unter anderem ein verlässlich gesetzter Ausbaupfad - wie gesetzlich vereinbart auf mindestens 70 GW bis 2045 - mit attraktiven Flächen" und außerdem "eine Reform des Ausschreibungsdesigns für Offshore-Windprojekte", forderten die Organisationen.

Zudem sprachen sie sich dafür aus, verstärkt die Sicherheit der Offshore-Anlagen in den Fokus zu nehmen, auch mit Blick auf die Cybersicherheit, und zudem den notwendigen Ausbau und die Modernisierung von Hafenanlagen als einen "Schlüssel für die Energiewende" zu begreifen.

Zugleich biete die Offshore-Windenergie "große Chancen" auch für die maritime Industrie, hoben die Verbände hervor. Von der Fundamentfertigung über Hafenlogistik und Schiffbau bis hin zur Wartungstechnik schaffe die Branche "neue Wertschöpfung und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig".

Insgesamt waren Ende 2024 den Angaben zufolge 1639 Anlagen mit einer Leistung von 9,2 Gigawatt installiert. Zusätzlich zu den 73 neuen Anlagen, die im vergangenen Jahr eine Leistung von 742 Megawatt (MW) einspeisten, waren zum Jahresende 66 Fundamente installiert und 81 Anlagen errichtet, die noch keinen Strom einspeisten, wie aus Zahlen des Beratungsunternehmens Deutsche Windguard hervorgeht.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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