Deutsche Tageszeitung - Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch"

Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch"


Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch"
Tarifliche Ausbildungsvergütung in West und Ost erstmals "nahezu identisch" / Foto: © AFP/Archiv

Erstmals seit der Wiedervereinigung 1990 sind die tariflichen Vergütungen von Auszubildenden in West und Ost "nahezu identisch". In Westdeutschland waren es im vergangenen Jahr über alle Ausbildungsjahre hinweg im Schnitt 1133 Euro brutto, im Osten 1135 Euro, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mitteilte. Demnach stiegen die Ausbildungsvergütungen im Schnitt um 6,3 Prozent - das war prozentual der höchste Anstieg seit Erhebung der Daten im wiedervereinigten Deutschland 1992.

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Die Vergütungen stiegen im Osten der Bundesrepublik mit 8,9 Prozent stärker als im Westen mit 6,1 Prozent. Die fünf ostdeutschen Bundesländer lagen damit in der oberen Hälfte der Länder-Rangliste, wie das BIBB am Donnerstag mitteilte. Am meisten Geld bekommen Auszubildende weiterhin in Baden-Württemberg. Vergleichsweise wenig Geld bekommen die Nachwuchskräfte mit durchschnittlich 1107 Euro in Nordrhein-Westfalen, gefolgt vom Saarland und Rheinland-Pfalz.

Friseurinnen und Friseure in der Ausbildung in tarifgebundenen Betrieben bekommen der Auswertung zufolge mit 719 Euro monatlich den niedrigsten Lohn. Auch viele weitere Handwerksberufe liegen am unteren Ende der Vergütungs-Rangliste, darunter Bodenlegerinnen und Bodenleger oder und Malerinnen und Maler.

Das höchste Einkommen verzeichneten im vergangenen Jahr Auszubildende im Rohrleitungsbau mit monatlich 1349 Euro. Zwei Euro weniger gab es für Milchtechnologinnen und -technologen.

Das BIBB wertet seit 1976 jährlich die Vergütungen von Auszubildenden mit Stichtag 1. Oktober aus. 1992 wurden erstmals Daten für das wiedervereinigte Deutschland ermittelt.

(W.Uljanov--DTZ)

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