Deutsche Tageszeitung - Schlechte Witterung führt zu niedrigster Strauchbeerenernte seit 2020

Schlechte Witterung führt zu niedrigster Strauchbeerenernte seit 2020


Schlechte Witterung führt zu niedrigster Strauchbeerenernte seit 2020
Schlechte Witterung führt zu niedrigster Strauchbeerenernte seit 2020 / Foto: © AFP

Wegen schlechter Witterungsbedingungen ist die Strauchbeerenernte im vergangenen Jahr niedrig ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Anbaufläche um ein Prozent zurück, die Erntemenge reduzierte sich um 10,6 Prozent auf 37.000 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. "Eine niedrigere Ernte als 2024 wurde zuletzt im Jahr 2020 mit 35.800 Tonnen erzielt."

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Negativ wirkten sich demnach Frost während der Blüte, dann Trockenheit im Frühjahr und viel Regen zur Erntezeit aus. Die wichtigste Strauchbeere in Deutschland ist die Kulturheidelbeere, die auf 38,0 Prozent der Anbaufläche wächst und im vergangenen Jahr 40,7 Prozent der Ertragsmenge ausmachte. Mit 15.100 Tonnen fiel die Ernte hier 1,5 Prozent niedriger als im Jahr 2023.

Die Himbeerernte war mit 7000 Tonnen verhältnismäßig gut. Die Erntemenge wurde hier im Jahresvergleich um 4,4 Prozent gesteigert. Bei Roten und Weißen Johannisbeeren fiel sie hingegen um 20,5 Prozent schlechter aus, bei Schwarzen Johannisbeeren sogar um 30,1 Prozent.

Die bessere Himbeerernte geht auch auf den Trend zu mehr Kultivierung im Gewächshaus zurück. Erstmals überstieg die Anbaufläche unter Schutzabdeckungen den Freilandanbau von Himbeeren. "Da Himbeeren sehr empfindlich auf Witterungseinflüsse reagieren, lohnt sich der vergleichsweise kostenintensive Anbau unter Schutzabdeckungen bei dieser Beerenfruchtart besonders", erklärten die Statistiker.

Andere Beeren wurden vor allem im Freien angebaut. Auch hier stieg jedoch der Anteil der Anbaufläche unter Schutzabdeckungen.

(P.Hansen--DTZ)

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