Deutsche Tageszeitung - "Unverhältnismäßig": Kommunale Arbeitgeber kritisieren Streiks im öffentlichen Dienst

"Unverhältnismäßig": Kommunale Arbeitgeber kritisieren Streiks im öffentlichen Dienst


"Unverhältnismäßig": Kommunale Arbeitgeber kritisieren Streiks im öffentlichen Dienst
"Unverhältnismäßig": Kommunale Arbeitgeber kritisieren Streiks im öffentlichen Dienst / Foto: © AFP/Archiv

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat die Warnstreiks im öffentlichen Dienst deutlich kritisiert. "Die Gewerkschaften setzen hier ein schwerwiegendes Druckmittel ein, das vor allem die Bürgerinnen und Bürger belastet", sagte VKA-Präsidentin Karin Welge der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Dienstag. Das sei insbesondere vor dem Hintergrund der gerade erst begonnenen Verhandlungen "unverhältnismäßig".

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Die erste Tarifrunde zwischen Verdi, dem Deutschen Beamtenbund und den Arbeitgebern für bundesweit rund zweieinhalb Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hatte am 24. Januar stattgefunden und war ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaften fordert acht Prozent oder mindestens 350 Euro pro Monat mehr und drei zusätzliche Urlaubstage.

Diese Forderungen würden die Kommunen mit rund 14,9 Milliarden Euro belasten und die Finanzlage deutschlandweit "massiv verschärfen", sagte Welge der "Rheinischen Post". Personalkosten in der Größenordnung würden "zwangsläufig" zu Einschnitten führen.

Vor der zweiten Runde am 17. Februar kündigten die Gewerkschaften verstärkte Warnstreiks an. "Wir sehen die Gefahr, dass dadurch wichtige Bereiche der Daseinsvorsorge wie Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung und ÖPNV massiv eingeschränkt werden", sagte Welge der Zeitung. Das treffe insbesondere Familien und "vulnerable Gruppen". Welge rief die Gewerkschaften auf, zunächst an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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