Deutsche Tageszeitung - Fußball-EM, Olympia und Streiks in Hollywood: Weniger Kinobesucher in 2024

Fußball-EM, Olympia und Streiks in Hollywood: Weniger Kinobesucher in 2024


Fußball-EM, Olympia und Streiks in Hollywood: Weniger Kinobesucher in 2024
Fußball-EM, Olympia und Streiks in Hollywood: Weniger Kinobesucher in 2024 / Foto: © AFP

Die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland, die Olympischen Spiele in Paris und Auswirkungen des Streiks in Hollywood 2023 haben sich vergangenes Jahr negativ auf das Kinogeschäft ausgewirkt. Wie die Filmförderanstalt (FFA) am Mittwoch in Berlin mitteilte, verkauften die Kinos 90,1 Millionen Tickets und damit 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz lag mit 868,4 Millionen Euro rund 6,5 Prozent niedriger. Besonders erfolgreich waren im vergangenen Jahr Kinderfilme.

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"Dass die Kinoergebnisse 2024 schwächer würden als 2023, war eigentlich allen klar", erklärte FFA-Vorstand Peter Dinges. Zahlreiche potenzielle Kassenschlager waren demnach wegen des Streiks in Hollywood zwischen Frühjahr und Herbst 2023 aus den Startplänen gestrichen worden. Vor diesem Hintergrund sei der Rückgang "moderat".

Erfolgreichster Film in den Kinos in Deutschland war 2024 "Alles steht Kopf 2", für den 5,8 Millionen Karten abgesetzt wurden. Unter den Top Ten der Filme finden sich laut FFA fünf weitere Kinderfilme, darunter auch die erfolgreichste deutsche Produktion "Die Schule der magischen Tiere 3" mit 2,9 Millionen verkauften Tickets. Verglichen mit dem Vorjahr wurden 2024 etwa 65,2 Prozent mehr Karten für Kinderfilme verkauft als 2023.

Für die deutsche Filmindustrie war das vergangene Jahr insgesamt weniger positiv. Zwar habe es erfolgreiche Produktionen gegeben, "gefehlt haben aber in Deutschland gedrehte internationale Großproduktionen", erklärte Dinges. Der Marktanteil deutscher Filme fiel von 24,3 Prozent auf 20,6 Prozent.

Die Zahl der Kinos in Deutschland ging 2024 um 1,3 Prozent zurück, die Zahl der Leinwände um 1,2 Prozent. "Rückgänge von knapp über einem Prozent sind immer noch sehr niedrig und per se keine Alarmzeichen", erklärte Dinges.

(V.Sørensen--DTZ)

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