Deutsche Tageszeitung - Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen

Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen


Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen
Honda und Nissan: Fusionspläne offiziell abgeblasen / Foto: © AFP/Archiv

Die Fusionspläne der japanischen Autobauer Nissan und Honda sind offiziell gescheitert. Die beiden Konzerne teilten am Donnerstag mit, sie hätten entschieden, "die Gespräche abzubrechen und die Absichtserklärung zu kündigen". Knackpunkt der Verhandlungen war, dass Honda darauf drängte, in dem neuen Konzern die Führung zu übernehmen, Nissan sollte ein Tochterunternehmen werden. Ihre bisherige Zusammenarbeit im Bereich der E-Mobilität wollen die beiden Unternehmen weiterführen.

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Der Verwaltungsrat von Nissan hatte sich bereits in der vergangenen Woche für einen Abbruch der Gespräche ausgesprochen, wie es aus Insiderkreisen hieß. Das Unternehmen wollte sich demnach nicht unterordnen und einen gewissen Grad an Autonomie behalten.

Honda steht weit besser da als Nissan; an der Börse war der Hersteller im Dezember viermal so viel wert wie der Konkurrent - obwohl beide in etwa gleich viele Autos verkaufen. Nissan ist hoch verschuldet.

Honda und Nissan hatten am 23. Dezember Verhandlungen über eine Fusion angekündigt. Sie wollten damit bei der Wettbewerbsfähigkeit beim Bau von Elektroautos aufholen. Der Zusammenschluss hätte den drittgrößten Autobauer der Welt nach Toyota und VW geschaffen.

Die japanischen Autobauer liegen im E-Autobereich international zurück, der bislang von Tesla aus den USA und chinesischen Herstellern wie BYD dominiert wird. Die Japaner hatten sich bislang vor allem auf Hybridfahrzeuge konzentriert. Insbesondere auf dem wichtigen chinesischen Markt gingen die Verkaufszahlen zuletzt stark zurück.

Um ihren Rückstand aufzuholen, hatten Nissan und Honda bereits im März 2024 eine "strategische Partnerschaft" im Bereich der Software und Ausrüstung für Elektrofahrzeuge gestartet. "In Zukunft werden Nissan und Honda in einer strategischen Partnerschaft zusammenarbeiten, um das Zeitalter der elektrifizierten und intelligenten Fahrzeuge zu bewältigen", versicherten sie am Donnerstag.

(L.Svenson--DTZ)

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